Palm hat sein zweites auf webOS basiertes Gerät vorgestellt. Entgegen dem bisher einzigen, Palm Pre, bietet das neue eine feste, allzeit zugängliche Fronttastatur, welche den alten PalmOS Treos sehr ähnlich ist. Im Grossen und Ganzen sind die Funktionen des Palm “Pixi” genannten Gerätes gleich zum schon exisiterenden Palm “Pre”, allerdings kommt ein neuerer, noch stromsparender, Prozessor (erstes Gerät mit
Qualcomm’s hochperformantem Prozessor MSM7627) zum Einsatz und leider hat das Gerät kein
WLAN.
Bisher ist das Pixi rein für den US-Amerikanischen Markt konzipiert, da es das dort vorherrschende
CDMA-Mobilfunknetz unterstützt. Zuzüglich beherrscht es aber den Datanturbo
EVDO, welcher vergleichbar
HSDPA für europäische UMTS-Netze ist. Das Pixi kommt direkt mit der neuen webOS-Version 1.2 und bringt eine neu entwickelte und native
Facebook-Applikation für webOS mit und wird erstmals auch
MMS unterstützen. Das Gerät hat 8 GB Speicher, welcher (z.B. durch Speicherkarten) nicht erweiterbar ist, ein 2.63 Zoll grossen Bildschirm, eine 2 Megapixel-Kamera mit einem leistungsstarken Kameralicht sowie eine 3.5 mm Standard-Klingenbuchse für Kopfhörer.
Der Gestenbereich befindet sich auch hier in einem freien Bereich unmittelbar unterhalb des Bildschirms und oberhalb der Tastatur. Das Pixi unterstützt neben
Bluetooth 2.1 mit EDR auch
GPS, sowie Licht-, Lage- und Beschleinugungssensoren. Ein 1150 mAh-Akku soll für ausreichend Standby-, Arbeits- und Sprechzeit genügen. Das Gerät ist 55mm x 111mm x 10.85mm klein und wiegt 99.5 Gramm.
Auch das Palm Pixi wird sich – genau die das Palm Pre –
induktiv, d.h. ohne ein Ladekabel anzustecken – laden lassen. Dazu wird lediglich der Akkudeckel durch einen speziellen Induktionsdeckel ausgetauscht und schon kann das webOS-Gerät schnurlos per Induktion mit dem speziellen Tischlader geladen werden. Dieses ist insb. für Geschäftsleute oder solche interessant, die das Smartphone schnell von der Ladehalterung ziehen wollen, ohne es umständlich erst aus einer Dockingstation nehmen zu müssen.
Es wird viele Nutzer verwundern, warum Palm im Pixi kein WLAN verbaut hat, zumal es ein wichtiges Kriterium und Leistungsmerkmal heutiger Smartphones ist. Allerdings schmälert WLAN die Betriebsdauer signifikant, da es es als grosser Energiefresser gilt, und allzu leicht vom Benutzer bei Nichtbenutzung vergessen wird auszuschalten. Palm konnte somit die Nutzungsdauer gegenüber dem Palm Pre signifikant steigern.

Wer dennoch komfortabel zu Hause seine Mails abrufen oder im Internet surfen möchte, dem sei ein Bluetooth Access Point (BTAP) empfohlen. Der sehr beliebte, jedoch nicht mehr hergestellte, BTAP “blue2net” von Siemens übernahm die Aufgabe des lokalen Netzwerkanschlusses für PalmOS-PDA’s wie auch -Smartphones und kann selbstverständlich auch mit dem Palm Pixi hervorragend zusammenarbeiten. Das Pixi unterstützt zwar Bluetooth 2.1 (mehrfache BT-Verbindungen) und durch EDR (Enhanced Data Rates) auch hohe Datenraten bis zu 2 MBit/s, jedoch nicht der leicht veraltete BTAP blue2net. Wer jedoch mit Bluetooth 1.0-typischen Datenraten von bis zu 768 kBit/s leben kann (zum Vergleich: Das ist knapp 4 mal so schnell wie
EDGE und doppelt so schnell wie
UMTS), der ist mit einem BTAP für zu Hause sehr gut beraten, um seine Mobilfunkkosten gering zu halten. Eine sehr gute Breitbandanbindung zu Hause kann auch schneller als eine schlechte HSDPA-Anbindung sein und letztlich spielt es dem Endanwender auch keine Rolle, ob die Mail innerhalb von 1 Sekunden oder 0.2 Sekunden reinkommt.