Testberichte: Palm Pre Plus und Palm Pixi Plus

01.05.2010, geschrieben von phoenix in Allgemein. 4 Kommentare.

Palm Pre Plus (Bericht von Torsten Bergemann)

Der Ende April 2010 auf den Markt gekommene Pre Plus ist der Nachfolger des Palm Pre. Damit wird das erste webOS Gerät nach knapp einem halben Jahr abgelöst. Der Pre Plus ist nicht mehr exklusiv bei o2 erhältlich, sondern auch bei vodafone. Der kleine Bruder „Pixi Plus“ ist nun erstmalig auch in Deutschland erhältlich. Ihn testen wir in einem eigenen Bericht.

Gehäusedesign. Rein von der äußeren Form hat sich beim Pre Plus nicht viel getan. Pre und Pre Plus sind gleich groß. Die Ohrmuschel ist identisch, Mikro und Lautsprecher sind gleich positioniert. Der Deckel für die Rückseite ist gummiert und ab Werk Touchstone-geeignet. Beim Pre musste man noch einen gesonderten Deckel nachkaufen. Beim Pixi muss man dies auch immer noch. Der Slider arbeitet genauso wie beim Vorgänger, hat aber etwas weniger Spiel. Vielleicht wirkt das aber auch nur so, weil das Gerät neu ist. Einzig der Button ist verschwunden. Er diente dazu, beim Pre die Kartenansicht aufzurufen. Da es hierfür allerdings auch eine Fingergeste gab, wird der kleine Knubbel nicht mehr benötigt.

Der Pre hatte links und rechts zwei LEDs neben der ebenfalls hintergrundbeleuchteten Taste. Durch die insgesamt drei LEDs konnten dann Bewegungen signalisiert werden, die beim Ausführen von Gesten eine Bestätigung gaben. Beim Pre Plus gibt es nur noch eine dünne LED-Leiste, die wie bei K.I.T oder Raumschiff Enterprise diese Bewegung signalisiert. Der Coolheitsfaktor ist höher, der Praxiswert geringer. Leider wurde die LED nämlich zu dünn gebaut. Da sie durch Blinken auch Benachrichtigungen zeigt, erkennt man beim Pre Plus Benachrichtigungen etwas schlechter als beim Vorgänger.
Die Tastatur ist optimiert worden. Die Ziffern sind zwar nicht mehr in orange abgesetzt, dafür wurde die Belegung verändert. Erstmalig hat man den Eindruck, dass hier ein Deutscher an der Erstellung des deutschen Pre Plus mitgewirkt hat; man findet nämlich Umlaute auf der Tastatur. Natürlich mussten dafür einige Sonderzeichen weichen und Umsteiger vom Pre müssen sich umgewöhnen. Wie man große Umlaute eingibt, erschließt sich mir allerdings immer noch nicht.
Technische Daten
Der Pre Plus hat doppelt so viel Arbeitsspeicher wie der Pre. Die Prozessoren sind jedoch dieselben. Entsprechend arbeiten die beiden Geräte gleich schnell, wenn man nur wenige Programme offen hat. Im Multitasking-Betrieb jedoch schlägt sich der Pre Plus wesentlich besser, weil er mehr auf einmal verwalten kann. Man sieht also seltener die Meldung „Schließen Sie Karten!“. Auch Websites werden aufgrund des zusätzlichen Speichers subjektiv flüssiger gerendert. Von seiner Software her ist der Pre Plus ansonsten mit dem Pre identisch. Auch dieselben Akkus kommen zum Einsatz. Die Akkulaufzeit ist stark von der Nutzung des Geräts und dem Alter des Akkus abhängig, wir haben Sie im Detail nicht verglichen.

Fazit: Viel mehr kann man zum Pre Plus nicht schreiben. Ein würdiger Nachfolger. Ein Update. Aber andererseits auch nichts wirklich weltbewegendes, wenn man den Pre schon kennt oder sogar hat. Wer einen Neukauf plant, sollte gleich zum Pre Plus greifen. Wer auch mit gebrauchten Geräten leben kann, wird auch mit dem originalen Pre glücklich, wenn er zum Spielen absoluter Knaller-3D-Spiele vielleicht einen Neustart in Kauf nimmt und die ein oder andere „Bitte schließen Sie Karten!“-Meldung beherzt wegdrücken kann. Wer einen Pre hat, für den lohnt sich ein Kauf des Pre Plus nicht. Wer als Pre-Besitzer ein moderneres Gerät wünscht, für den könnte ein Blick auf den Pixi Plus interessant sein.

Palm Pixi Plus (Bericht von Matthias Decker)

Bei Auspacken des Pixi fällt zuerst einmal der im Verhältnis zum Pre doch etwas andere Formfaktor auf. Sobald man das Gerät in der Hand hat möchte man ihn jedoch nicht mehr abgeben, da das Gerät nicht nur sehr gut in der Hand liegt sondern dabei auch sehr sehr leicht ist. Das Gerät wirkte sehr lose gebaut. Da es als Block gebaut ist, ist es sehr verwindungssteif. Die Tastatur ist zwar sehr klein, kurze Texte lassen sich jedoch noch tippen. Nach einigen Minuten wünscht man sich jedoch eine größere Tastatur herbei. Natürlich ist dies ein Konzeptproblem. Man sollte sich jedoch trotzdem vor dem Kauf darüber bewusst sein. Wenn man die Möglichkeit hat Probe zu tippen, sollte man sie nutzen. Das Backcover des Pixi lässt sich mit wenigen Handgriffen lösen. Da Palm bei den Schließnoppen auf eine Plastik-Gummi Mischung zurück zu greifen scheint wirkt die Rückabdeckung auch nicht so, als würde sie in der nächsten Zeit ausleiern oder sich in irgendeiner Art und Weise zu zersetzen. Für den Pixi bietet Palm verschieden gestaltete Backcover an.

Anstelle des einen Buttons auf der Front unter dem Display (wie vom Pre bekannt) befindet sich hier nur noch eine längliche LED Leiste. Ein Tap auf die Stelle wo einst der Button war ruft die Funktion des Buttons auf. Die LED Leiste zeigt jeweils an, welche Geste erkannt wurde: Wenn man beispielsweise von links nach rechts streicht, gibt es eine Welle von links nach rechts usw.

Das Display ist sehr, sehr scharf. Alle Inhalte werden nicht nur gestochen scharf sondern ge-sto-chen scharf dargestellt. Dies ist zwar an sich eine sehr schöne Sache; jedoch sollte man sich über die Inhalte bewusst sein, die dargestellt werden. Man nehme einmal das Alltagsszenario: Man geht von A nach B und will währenddessen etwas auf dem Palm lesen. Malis werden solange sie als Plaintext verschickt werden immer groß genug dargestellt. Fotos sind an sich auch kein Problem. Anders sieht es bei Texten in Webseiten aus. Da die mobilen WebKit Browser seit 2007 ja alles wie beim Desktop anzeigen sind viele Texte, selbst wenn man hinein zoomt oft noch so klein, dass man sie nicht lesen kann ohne dabei still zu stehen.

Zur Software muss man glaube ich nicht viel sagen. Ausgeliefert wurde das Gerät mit OS 1.4.1. die Geschwindigkeit ist gefühlt die gleiche wie beim Pre. Zahlen bleibe ich diesem Vergleich jedoch schuldig. Viel mehr Worte muss man in einer Zeit, in der die Plattform das Entscheidende ist wohl nicht mehr verlieren. Es ist halt webOS :-)

Die Sprachqualität beim Pixi kann nicht durchweg überzeugen. Es gibt immer ein gewisses Grundrauschen. Man versteht zwar jedes Wort seines Gesprächspartners; bei einem Vergleich der Sprachqualität mit einem iPhone 3Gs musste der Pixi sich allerdings geschlagen geben. Bei diesem Test sollte man beachten: Die Kritik findet auf einem recht hohen Niveau statt.

Netterweise wurde uns für den Pixi Plus auch ein Touchstone Backcover zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz zum Pre Plus ist dies nicht im originalen Lieferumfang enthalten. Die Montage klappt wie oben erwähnt innerhalb kürzester Zeit. Die Rückseite ist eine etwas andere als die vom normalen Backcover. Das originale hat einen höheren Plastikanteil, ist jedoch matt. Das Touchstone Backcover ist gummiert wie das des Pre Plus.

Der Gesamteindruck des Palm Pixi Plus ist ein sehr positiver. Das Gerät kann im Großen und Ganzen alles, was ein aktuelles Smartphone können muss. Die Verarbeitung des Gerätes kann sich wirklich sehen lassen und die darauf laufende Software hat nun ja auch eine Zukunft. Wenn webOS bald auch noch etwas schneller wird ist nur noch die konzeptbedingt kleine Tastatur der Knackpunkt für den Käufer.
Für unter 400 Euro erhält der treue Kunde ein gutes Business-Smartphone, das etwas modischer und “jünger” ist als der Pre. Ein wie ich finde angemessener Preis.

HP kauft Palm

29.04.2010, geschrieben von phoenix in Allgemein. 2 Kommentare.

HP unterschrieb am 28.04. eine Vereinbarung, die Firma Palm für 1,2 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Mit der Kraft und weltweiten Marketing-Tragweite von HP sollen die webOS Smartphones zukünftig besser vermarktet werden können. Auch neue Geräte wie Slate-PCs könnten entstehen, wenn man einer Präsentation seitens HP glaubt. Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand wird HP als eigenständige Business Unit bestehen bleiben, womit ich auch davon ausgehe, dass weiterhin das Label “Palm” auf den Geräten prangert. Seine Unabhängigkeit hat Palm damit aber natürlich verloren – wobei es diese wahrscheinlich schon bei den Investitionen durch Evelation Partners teilweise eingebüßt hat. Mehr Infos und eine Slideshow gibt es bei Palm Infocenter.

Palm Pre: Updates manuell aufspielen

18.04.2010, geschrieben von phoenix in Allgemein. 2 Kommentare.

Betriebssystem-Updates erhalten webOS Smartphones “over-the-air” von Palm. Das Telefon fragt in regelmäßigen Abständen bei den Palmservern nach, ob eine neuere Version des webOS Systems bereit steht. Falls ja, gibt es einen entsprechenden Hinweis.

Einige Palms erhalten keine automatischen Updates…

Unklar ist bisher, wieso einige Palm Pres in Deutschland nie eine Updatebenachrichtigung erhalten. Da wir zwei Palm Pres im Haushalt wurden, wurde ich bereits zweimal Zeuge dieses kuriosen Schauspiels. Beim vorigen Update auf Palm OS 1.4 dauerte es beim Pre meiner Freundin nach der Veröffentlichung des Updates noch zweieinhalb Wochen, ehe der Pre sich plötzlich meldete und angab, dass es eine “neue” Version des Systems gab. Selbst eine manuelle Suche gab bis dahin stets an, dass der Palm “up to date” sei. Kurios: Will Palm mit diesem Updatemechanismus einmal kritische Sicherheitslücken schließen, wäre eine solche Verzögerung nicht gerade schön. Ich habe sogar noch eine andere Geschichte auf Lager: Mein eigener Palm Pre erhielt nie das Update auf Version 1.4.1. Meine Freundin erhielt das Update am ersten Tag. Mutmaßungen, dass Palm die Updates schneller an o2 Kunden verteilt, kann ich nicht bestätigen, da meine Freundin bei E-Plus ist und ich bei o2 bin. Ich jedenfalls habe mich entschieden, das Update manuell aufzuspielen, weil ich im App Catalog nur noch eine kleine Teilmenge aller verfügbaren Apps angezeigt bekam. Und das fand ich nicht so gut.
Mit dieser Anleitung erkläre ich, wie man ein Update manuell einspielt.

Der webOS Doctor

Der webOS Doctor ist ein Java-basiertes Programm von Palm, das das Betriebssystem bei webOS Smartphones neu aufspielt. In der Computersprache würde man sagen: Ein Flashing-Tool. Der webOS Doctor greift am Betriebssystem des Palms vorbei auf den ROM (Read Only Memory) des Palms zu und beschreibt ihn neu mit einem Betriebssystem.

Wann nutzt man den webOS Doctor?

Der webOS Doctor wird verwendet, um einen “verkorksten” Palm wiederherzustellen. Beispielsweise dann, wenn das Gerät nicht mehr startet oder ein seltsames Fehlverhalten aufweist. Vermutet man einen Defekt bei seinem webOS Smartphone, kann man mit dem webOS Doctor einen Reparaturversuch starten und so einen Softwaredefekt ausschließen, ehe man sich bei Palm wegen eines Hardwaredefekts meldet.
Darüberhinaus eignet sich der webOS Doctor auch, um Palms ein neues Betriebssystem aufzuspielen, wenn sie sich weigern, ein Update über die Updatefunktion einzuspielen. Bei manchen Palms werden Updates wie gesagt nicht gefunden, bei anderen werden sie gefunden und heruntergeladen, sind aber korrupt und nicht installierbar.

Nutzung des webOS Doctors

Die Nutzung des webOS Doctors ist nicht ganz einfach. Der Grund dafür ist, dass die Verwendung fast nirgendwo dokumentiert ist und man die Downloadlinks auf der Palm-Seite auch nicht so einfach findet, wie man es sich wünschen würde. Mir half letztendlich ein Howto auf webos-internals.org, das die Verwendung beschreibt.

Der Download-Link von vielen HowTo-Seiten führt ins Leere, dabei ist er ganz einfach zu merken, wenn man auf der obersten Ebene einsteigt: palm.com/rom

Nachdem man die Seriennummer des eigenen Palms (abrufbar in den Geräteinfos im System oder unter dem Akku) eingibt, wird einem automatisch die neueste Version des webOS Doctors zum Download angeboten. Die Website prüft auch, ob man Java in der neuesten Version installiert hat. Ist das nicht der Fall, wird es zum Download angeboten. Danach startet der Download des webOS Doctors. Diesen kann anschließend per Doppelklick starten. Da es Java ist, nehme ich an, dass es auch unter MacOS funktioniert. Der webOS Doctor wiederum startet seinerseits den Download des passenden webOS Betriebssystems von den Palm Servern. webOS 1.4.1 ist etwa 220 MB groß.

Im Anschluss verlangt der webOS Doctor, den Palm anzuschließen. Eigentlich sollte er dann automatisch erkannt werden und der Updatevorgang sollte starten. Bei vielen tut er das aber leider nicht. Auch das Versetzen in den USB-Laufwerksmodus half bei mir nicht. Das hilft: Palm in den USB-Modus versetzen, den sogenannten Bootloader Recovery Mode. Gemeint ist nicht der USB Laufwerkmodus! In den USB-Modus kommt man, indem man den ausgeschalteten Palm auf besondere Weise startet: Lautstärke-hoch-Taste drücken und gedrückt halten, dann Power-Taste betätigen und gedrückt halten. Dann warten. Der Palm zeigt dann ein großes USB-Symbol.

Bei mir hat das allerdings nicht geholfen. Es kam ein Symbol mit einem Stecker. Steckte ich den Stecker ein, passierte nichts. Was ich falsch gemacht hatte: Das Kabel muss von Anfang an eingesteckt sein. Steckte ich aber das Kabel ein, startete der Palm stets in den normalen Modus. Eine Krise später fand ich den entscheidenden Hinweis erst auf der verlinkten englisch-sprachigen Website: Man muss den Palm mit angeschlossenem USB-Kabel ausschalten. Dann nämlich kann man ihn auch auf die oben beschriebene Weise starten und der USB-Modus funktioniert.

Der Rest funktioniert dann vollautomatisch. Man muss nur darauf achten, das Kabel nicht während des Prozesses zu entfernen. Auch der Akku darf nicht entnommen werden. Vielleicht sollte man nur mit einem mindestens halb vollen Akku loslegen. Der Updatevorgang selbst nimmt nicht mehr als 30 Minuten in Anspruch. Das Flashen selbst dauert nur knapp 10-15 Minuten. Ich habe die Neueinrichtung am Gerät schon mitgerechnet.

Das Flashen löscht alle Daten

In einigen Handy-Diskussionsforen, wo viele unerfahrene Palm-Anwender aktiv sind (nicht Nexave), sind sich die Poster uneinig darüber, ob nun alle Daten bei dem obigen Prozess gelöscht werden oder nicht. Die Antwort ist: Jein.

Beim Flashen mit dem webOS Doctor wird der interne Gerätespeicher gelöscht, der alle Programme und Programm-zugehörigen Daten enthält. Es ist so ähnlich, als wenn man bei einem PC die Festplatte formatiert. Der obige Befehl, der den USB-Modus startet, wäre dann auf dem PC vergleichbar mit der BIOS-Ebene.

War der Palm vorher mit einem webOS 1.3.1 oder neuer ausgestattet, bleiben die Daten auf dem USB-Laufwerk des Pres beim Flashen erhalten: Bilder, Audio, Videos. Dennoch, die Programmdaten liegen im Arbeitsspeicher des Pre und werden gelöscht.

Bis hierhin stimmen die Postings in den Foren also. Was aber viele nicht verstanden haben: Palm arbeitet beim webOS mit einem Recovery-System. Der Palm sichert seine Daten jeden Tag auf Palm Server. Diese Daten sind an das eigene Palm-Profil gebunden, das man beim ersten Start des Pres angelegt hat. Und verbindet man den frisch mit webOS Doctor geflashten Palm mit diesem Profil, statt ein neues anzulegen, werden alle Daten wieder zurück auf den Palm gespielt. Alle Daten? Nein, nicht alle. Der Palm Backupprozess sichert nur Palm-eigene Datenbanken: Kalenderprofile, Mailkonten, Auflistung der installierten Programme. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Das Backup bei Palm enthält nicht die installierten Programme und die eigenen Mails und Termine selbst, sondern die Verknüpfungen zu den Anbietern wie Google Kalender, eurem Mailaccount etc., sowie eine Auflistung eurer installierten Programme, d.h. Verknüpfungen in den App Catalog. Nutzt ihr bei Kalender und Adressbuch das Palmprofil als Ablageort, verlinkt das Backup darauf. Eine Wiederherstellung auf einem anderen webOS Gerät ist deshalb relativ unproblematisch. Aber Kleinigkeiten wie die Anrufliste (Liste eingegangener Anrufe und gewählter Nummern) schließt Palm nicht in sein Backup ein. Das ist nicht wirklich konsequent. Andererseits sind diese Daten nicht kriegsentscheidend. Betrachtet man nun aber ein externes Programm wie einen Passwort-Manager, so muss man wissen, dass das Palm Backup nur die Information enthält, dass das Programm installiert war. Nicht jedoch die Daten des Programms. Wenn das Programm seine Daten mit einem Internet-Anbieter synchronisiert, dann wird es sich auch bei dem geflashten Palm wieder mit dem Profil im Internet verbinden und die Daten sind wieder im Zugriff. So hat es Palm sich eigentlich gedacht. Viele Programme sind aber noch nicht so weit entwickelt und legen ihre Daten rein lokal im Palmspeicher ab. Dann natürlich stehen die Daten bei einem geflashten Palm nicht mehr zur Verfügung.

Bis Ende März 2010 konnte man Sims 3, Need for Speed und Monopoly kostenlos im App Catalog herunterladen. Wer die Software installiert hatte, konnte sie auch danach noch problemlos nutzen, nur herunterladen konnte man sie nicht mehr. Wer aber seinen Palm geflasht, hardresettet oder gewechselt hat (technisch gesehen hat alles dasselbe zur Folge: einen jungfräulichen Palm) und sich wieder zu seinem Palm Profil verbunden hat, stellte fest, dass alles mögliche wiederhergestellt wurde, nur eben diese drei Spiele fehlten. Der Grund ist oben genannt: Das Backup bei Palm enthält nur eine Liste der installierten Software, nicht die Software selbst.

Die Frage, welche Daten nach einem Flash mit dem webOS Doctor nun wirklich weg sind, ist also so leicht nicht zu beantworten. Die wichtigsten Daten sind meiner Meinung nach im Kalender und im Adressbuch zu finden. Und diese Daten stehen nach dem Flashen und dem Verbinden zum Palmprofil sofort wieder zur Verfügung. Das ist doch das wichtigste, wenn man z.B. unterwegs ist.

Europäischer AppCatalog erhält Zahlfunktion

31.03.2010, geschrieben von phoenix in Allgemein. 3 Kommentare.

Mit einem neuen webOS-Update stattet Palm alle europäischen Palm Pre Smartphones mit einem AppCatalog aus, in dem Anwendungen erstmalig auch gekauft werden können. Das Update wird noch am Abend des 23.03.2010 auf die Geräte verteilt.

Verfügbar für Deutschland sind damit auch Programme, die in den USA schon länger bekannt und beliebt sind, etwa Guitar Hero, Real Football 2010, Tweed oder Rockus Animals.

Das Update ermöglicht ferner o2-Kunden, den Pre in einen Hotspot z.B. für Notebooks oder andere WLAN-fähige Smartphones umzuwandeln. Der Zugang ins Internet soll Laptop-Nutzern damit noch einfach gemacht werden.

Quelle: Newsletter Palm

Palmsonntagstreffen 2010

28.03.2010, geschrieben von phoenix in Allgemein. 1 Kommentar.

Am heutigen Sonntag laden die Palmusergroup (PUG) Mannheim und Frankfurt zum gemeinsam ausgerichteten Palmsonntagstreffen ein. Wie das Palmusermeeting (PUM) in Hannover findet dieses Treffen jährlich statt, und zwar immer am “Palmsonntag”.

In diesem Jahr kamen knapp 30 Personen ab 15h in das Reblaus Restaurant in Mannheim. Um halb vier schnitt Petra die Festtagstorte “100. Palmusergroup Mannheim Treffen” an. Die PUG Mannheim nutzte das Palmsonntagstreffen, um auch dieses Ereignis gebührend zu feiern. Danke Petra, dass du diese leckere Torte kostenfrei zum Vernaschen mitgebracht hast. Weitere gespendete Kuchen rundeten das Angebot ab.

Wieder sind bekannte Gesichter unter den Besuchern: Toem, OWL, McPalmi, PHOEnix, luxusjob, das PUGcast-Team Clemens und sein Praktikant Markus, JohnnyTX von Tamspalm, Tapf und viele weitere. Die für dieses Treffen zurückgelegten Strecken waren für einige nicht unerheblich. Aus München sind welche gekommen, wir kamen aus Hannover (3,5 Stunden Fahrt).

Nicht lange dauerte es, bis OWL versuchte, bei einem Palm III den Akku zu tauschen. Sein mitgebrachter Foleo war darüber hinaus natürlich ein echter Hingucker. Das Mini-Notebook mit Linux und Instant-On-Funktion von Palm kam hierzulande nie auf den Markt.

Zwei Vorträge machten den Nachmittag perfekt. Gunther brachte einen Teil seines Palm-Museums mit und erzählte von seiner ganz persönlichen “Palm-Karriere”. Dazu stellte er nach und nach die Geräte vor, die er über die Jahre gekauft hat und hob besondere Merkmale wie Bluetooth, Kartenslot oder HighRes-Display hervor, die den Kauf begründeten.

Anschließend ging Norbert, der wie Gunther aus der PUG Mannheim kommt, in einem kurzen Vortrag detaillierter auf die Frage ein, ob man sein Smartphone während der Autofahrt bedienen dürfe. Ergebnis: Ja, man darf, solange man nicht telefoniert und andererseits den Verkehr nicht gefährdet. Sobald man aber versucht ein Gespräch aufzubauen, bewegt man sich im Bereich des Illegalen. Fraglich ist, wie man beweisen will, was wirklich geschehen ist. Clemens vom PUGcast schlug vor, im Zweifelsfall den Handyprovider zu konsultieren. Wie auch immer, die Frage ist und bleibt spannend :)

An einem Tisch präsentiert Jonas von TamsPalm.de Artikel aus dem kürzlich eröffneten Onlineshop: EXiM Displayschutzfolien von displayschutzfolien.com und das Nanopad, das Geräte sicher auf Autoablagen und – wie Jonas demonstrierte – zur Not auch an Wänden hält.

Fazit: Ein Treffen, für das sich die lange Anfahrt in jedem Fall gelohnt hat. Ein guter Mix von Anwendern aus verschiedenen Betriebssystemwelten, ein netter Erfahrungsaustausch und natürlich einfach mal wieder ein nettes Wiedersehen, wie es ab und zu mal sein muss :)

Informationsabend für Entwickler

28.01.2010, geschrieben von phoenix in Allgemein. 1 Kommentar.

Palm hat auf der CES in Las Vegas angekündigt, dass sein Entwicklerprogramm für das Betriebssystem Palm webOS ab sofort für jeden offen ist. Im März 2010 soll der AppCatalog auch in Europa ein eCommerce-System erhalten. Mit einem Informationsabend für Entwickler am 10. Februar 2010 will Palm die Community nun auf den Start vorbereiten.

Entwickler können dort erfahren, wie Apps für Palm webOS entwickelt werden können sollen und wie Anwendungen vertrieben werden können. Zusätzlich haben Sie die Chance eines von insgesamt drei Palm Pre Smartphones zu gewinnen. Anwesend sind Ben Galbraith sowie Dion Almaer, Directors of Developer Relations von Palm aus den USA, um das Ökosystem rund um Palm webOS im Detail vorzustellen. Die beiden Palm-Mitarbeiter waren schon beim Palmusermeeting 2009 in einer Livekonferenz auf den Videoleinwänden zu sehen. Als weiterer Sprecher wird Wolfram Krehl, Manager Data Services von o2 Germany über den Markt und die Entwicklung mobiler Applikationen aus Sicht des Netzwerkanbieters informieren.

Die Themen des Abends:
- Palm Entwicklerprogramm
- Palm “Mojo Development Kit”
- Palm “Plugin Development Kit”
- Online-Programmierwerkzeug “Ares”
- Entwicklerwettbewerb mit insgesamt 1 Million US-Dollar Preisgeldern
- Vertriebsmodelle Ihrer Apps
- und vieles mehr…

Darüber hinaus stehen Mitarbeiter von o2 und Palm Deutschland Rede und Antwort.

Wann und wo?
- 10. Februar 2010 um 19:00 Uhr
- vice, Kaufingerstr. 9 (Eingang: Fürstenfelder Str. 5), 80331 München

Wer Interesse hat an der Veranstaltung teilzunehmen, kann sich unter Angabe der vollständigen Kontaktdaten bis zum 4. Februar 2010 per E-Mail an palm@100zehn.de anmelden. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Ares als Beta vorgestellt

26.12.2009, geschrieben von phoenix in Allgemein. 0 Kommentare.

Mit Ares stellt Palm eine Entwicklungsumgebung für webOS Programme vor, die direkt im Webbrowser funktionieren soll. Sie ist nun als Betaversion unter ares.palm.com verfügbar. Zur Nutzung wird ein Entwicklerkonto bei Palm benötigt.

Palm Ares Entwicklungsumgebung für webOS

Quelle und mehr Bilder: golem

webOS 1.3.1 ist da

19.11.2009, geschrieben von phoenix in Allgemein. 2 Kommentare.

Mit dem Update auf webOS 1.3.1 bringt Palm am Montag, den 23.11.2009, die erste Aktualisierung für deutsche Palm Pre Smartphones. Das 138 MBytes große Update wird per WLAN oder UMTS automatisch auf alle Pre Smartphones geladen. Man kann das Update einige Male abweisen, bei Verfügbarkeit des nächsten WLANs wird es aber in jedem Fall heruntergeladen und einige Tage später installiert. Wer das Update manuell installieren möchte, kann den Punkt “Update” aus dem Programmstarter wählen.

Das Update wird neben zahlreichen Fehlerbehebungen und einigen Geschwindigkeitsverbesserungen folgende Neuerungen bringen:

  • Bei der Musikwiedergabe können bestimmte Stellen im Titel direkt angesprungen werden
  • vCards können per Bluetooth gesendet und empfangen werden
  • SMS- und MMS-Nachrichten können weitergeleitet werden (Anm.: Somit hat man auch die Möglichkeit, deren Text zu markieren und ihn zu kopieren)
  • Bei laufendem Anruf stören die Hinweistöne nicht mehr
  • Die Synchronisation mit Yahoo ist möglich
  • Es ist möglich, alle Datenverbindungen zu deaktivieren (nicht nur beim Roaming)
  • Die im App Catalog verfügbare Facebook-Anwendung, die Version 1.3.1 voraussetzt, funktioniert nun
  • Dem Eingang von Nachrichten kann ein eigener Ton zugewiesen werden
  • Messaging-Benachrichtigungen zeigen neben der Anzahl der Nachrichten auch die Anzahl der Sender
  • In den Systemeinstellungen kann eine Zeitspanne angegeben werden, nach der eine erneute PIN-Eingabe zur Nutzung des Telefons notwendig ist
  • Beim Löschen von Applikationen (Orange+Tap im Programmstarter) zeigt wird die Größe der Anwendung angezeigt
  • Der USB-Modus kann mit Orange+Sym+U aufgerufen werden

Für die Installation des Updates solltet ihr 20 Minuten einplanen.

Nexave Palmusermeeting 2009 (Upd.)

15.11.2009, geschrieben von phoenix in Allgemein. 4 Kommentare.

Am Samstagabend, den 14.11.2009 fanden sich die Mitglieder der Palmcommunity wieder zum von Nexave veranstalteten, deutschlandweiten Palmanwendertreffen zusammen. In diesem Jahr waren ca. 90-100 Personen anwesend.

PUM 2009: Blick in den Saal

Vorträge

In der Event Oase in Hannover-Wülfel begann das Treffen um 19h. Moderator Sven Albrecht begrüßte die Gäste und leitete direkt zum ersten Vortrag über, den Torsten Bergemann von Nexave im gegenüberliegenden Vortragssaal hielt. Hier ging es um eine erste Einführung zum Palm Pre: Wie bedient man das Gerät, wie bekommt man seine Daten vom Palm OS zum webOS, was ist Cloud Computing, wie funktioniert das Synchronisieren, wieviel kostet ein Pre, was ist beim Umstieg zu beachten?

PUM 2009: Vortrag Torsten Bergemann

PUM 2009 Vortragsprogramm

Im zweiten Vortrag zeigte der webOS Entwickler Henk Jonas von MetaViewSoft, wie eine Anwendung für das webOS entsteht. Die Programmierung erfolgte mit den Palm Entwicklungstools live am Beamer, am Ende entstand eine richtig nutzbare Anwendung.

PUM 2009: Vortrag Henk Jonas

Der dritte Vortrag zeigte die Nutzung von Homebrew-Applikationen auf dem Palm Pre. Jonas Dambacher von Tamspalm.de führte live an einem Pre vor, wie man den Installer für Homebrew-Apps auf dem eigenen Pre installieren kann und so auch Software auf das Smartphone bekommt, die nicht über den App Catalog zu beziehen ist.

PUM 2009: Vortrag Jonas Dambacher

Videokonferenz mit Palm, USA

Raimund Glatz von Palm leitete die Videokonferenz mit Dion Almaer und Ben Galbraith, Directors for Developer Marketing und Relations bei Palm in den USA. Beide zeigten zunächst anhand einer Präsentation die Vision hinter der Applikationsentwicklung auf webOS Basis: Ausgehend davon, dass es für alle möglichen mobilen Systeme eigene Software Entwicklungswerkzeuge gibt, sei es für Programmierer eine echte Herausforderung, Applikationen für einen breiten Markt von mobilen Endgeräten anzubieten. Das Web hingegen sei in der Lage, als Plattform für vollständige Applikationen zu dienen. Techniken wie Ajax, CSS, Canvas und SQLite ermöglichten es, eine Website, die ursprünglich für die Darstellung von Text erfunden wurde, in eine interaktive Anwendung umzugestalten. Genau auf diese Techniken wolle Palm seine Entwicklungsumgebung für das webOS aufsetzen, eben ohne das Rad neu zu erfinden. Im Dezember soll das neue Developerprogramm offiziell vorgestellt werden.

PUM 2009: Videokonferenz mit Palm in den USA

In der anschließenden Fragerunde konnten die Anwesenden Fragen an die beiden Amerikaner richten. Da diese aus dem Developer Marketing kommen und nicht aus der webOS Programmierung, konnten sie nur unzureichende Antworten auf die brennenden Fragen der Teilnehmer geben. Wann kommt das webOS 1.3, wie geht Palm aktuell und in Zukunft mit dem Thema Datenschutz um, wird es Webapplikationen zum Editieren der Daten im Palmprofil geben. Das meiste blieb unbeantwortet, die beiden wussten es einfach nicht besser. Offen bleibt natürlich, ob ein Produktmanager bessere Antworten geliefert hätte. Schließlich ist es die Firmenpolitik Palms, als börsennotiertes Unternehmen nur wenig vorab zu veröffentlichen. Ein Mitschnitt der Videokonferenz hat TamsPalm erstellt. Ihr könnt ihn hier herunterladen (AVI, 358 MB)

PUM 2009: Blick in den Saal

Nach der Videokonferenz übernahm Helge Alter, ebenfalls von Palm, das Wort und beantwortete weitere Fragen der Anwesenden, sogut es ihm möglich war. Er erläuterte u.a. die Struktur und Größe der Firma Palm in Deutschland und gab Infos und wie mit defekten Touchstones und Pres zu verfahren sei (Umtausch ist über o2 abzuwickeln).

Verlosung

Palm sponserte für die Tombola am Abend ein Palm Pre Smartphone inklusive Touchstone. Gewinner wurde ironischerweise Henk Jonas, der gerade am selben Abend die Programmierung auf webOS-Basis vorführte. “Meine Freundin wird sich freuen”, sagt Henk. Er erhält das Pre in der kommenden Woche per Post zugeschickt.

Fazit

Unter dem Strich bleibt das Palmusermeeting (PUM) 2009 uns als Veranstalter in sehr positiver Erinnerung. Der Veranstaltungsort war viel besser geeignet als das Freizeitheim, in denen die vorigen PUMs stattfanden. Die räumliche Trennung von Vorträgen und Erfahrungsaustausch war auch eine gute Idee. Der Vortrag der Palm-Mitarbeiter aus Amerika hätte mit ohne inhaltlichen Verlust etwas knapper sein können. Die Moderation durch den Abend kam ja bereits im vorigen Jahr gut an und hat auch diesmal wieder eine gute Struktur in die Veranstaltung gebracht. Die Teilnehmerzahl war höher als erwartet. Da das PUM in diesem Jahr nicht zur CeBIT stattfand, hatten wir einen Einbruch der Besucherzahlen befürchtet, zählten stattdessen aber einige Besucher mehr als im letzten Jahr. Wir freuten uns sehr über die Akzeptanz des Treffens bei Palm und o2. Vor Ort konnten die Besucher mit Vertretern beider Unternehmen offen sprechen und Fragen stellen.

Wir danken den Mitarbeitern von Palm und o2 für die Unterstützung des diesjährigen PUMs und für den langen Weg, den sie nach Hannover auf sich genommen haben. Wir danken auch für die offene Zusammenarbeit im Vorfeld. Dasselbe gilt natürlich für alle Besucher: Danke, dass ihr unser Event unterstützt habt und so zahlreich erschienen seid. Mein besonderer Dank gilt denen, die das PUM mit getragen haben: Die Redner Henk Jonas und Jonas Dambacher, Sven Albrecht für die Moderation, Nicole Bergemann-Albrecht an der Kasse, sowie Matthias Decker und Ina Gutkes von Nexave für den fleißigen Aufbau ab 12h und den Abbau bis 2h.

Weitere Fotos zum PUM findet ihr im Live Fotoblog von Tamspalm, dem auch die meisten der hier gezeigten Bilder entnommen sind.

Downloads

Palms Talfahrt beendet

28.10.2009, geschrieben von phoenix in Allgemein. 5 Kommentare.

Wie eine Studie von ChangeWave zeigt, könnte Palms Talfahrt in Sachen Marktanteil vorüber sein. Demnach hat Palm in den USA einen Marktanteil von sieben Prozent, wie schon im Juni, als die Umfrage das letzte Mal durchgeführt wurde. Mit 40 Prozent hat Blackberry noch den höchsten Marktanteil, gefolgt von Apple mit 30 Prozent, Tendenz steigend.

ChangeWave Research Umfragewerte zur Marktverteilung zwischen RIM, Apple und Palm

Die Studie beobachtet nur die genannten drei Smartphone-Hersteller und dies nur in den USA.

Quelle: precentral

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