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Der Zire 72 ist der ultimative Lifestyle-Handheld, mit dem PalmOne auf Privatkunden-Fang geht. Überall lachende Gesichter auf den Displays, Schnappschuss, Filmen, Senden,... Wie in der Vodafone-Werbung will PalmOne seine bisherigen und potentiellen Kunden davon überzeugen, wie praktisch ein PDA sein kann und wie er sowohl im Berufsleben als auch im Freizeitbereich "das Leben ein Stück lebenswerter" (Zitat PalmOne Marketing Manager Wolfgang Weiß) machen kann.
Wir konnten den Zire 72 am Abend des 27.04. bereits auf einer PalmOne Presseveranstaltung testen. Am 28.04. soll das Gerät offiziell präsentiert werden und auch in Lagerbeständen verfügbar sein. Wir werden sehen, ob das stimmt, dieser Testbericht entsteht im Morgengrauen des 28.04. (naja, eher noch etwas früher) und noch hat PalmOne keine Produktseiten des Zire 72 onlinegestellt. Man hat uns aber versichert, dass wir unsere Erfahrungen weitergeben dürfen und wir wissen, wie sehr unsere Besucher darauf warten. Hier sind sie also.
Technische Daten
Im Zire 72 hat PalmOne ein transflektives 320x320 Display mit 65 Tausend Farben verbaut, das in der Helligkeit regelbar ist und die Farben schön kräftig und original wiedergibt. Die Hintergrundbeleuchtung ist nicht abschaltbar.
Als Prozessor kommt eine 312 MHz schnelle ARM-CPU aus dem Hause Intel zum Einsatz, so dass sich der Zire 72 im Geschwindigkeitsfeld etwa zwischen Sonys TH55 und PalmOnes Tungsten T3 ansiedeln dürfte - wobei das eher relativ zu beurteilen ist, denn Software läuft umso schneller, je besser sie auf ein bestimmtes Gerät angepasst worden ist. Sicher jedenfalls ist, dass mit 312 MHz noch einiges an Leistungsreserven für zukünftige Anwendungen bereitsteht.
In Sachen RAM-Ausstattung werden uns 32 MB RAM geboten, von denen 24 MB wirklich nutzbar sind. Über RAM-Bedarf lässt sich bekanntlich streiten, aber zumindest ich habe bei meinem Tungsten T3 selten mehr als diese Zahl an MB belegt. Bei so manchem Poweruser mag das anders aussehen. Diese RAM-Ausstattung von 24 MB ist in jedem Falle "alltagstauglich".
Der Zire 72 hat eine fest eingebaute Graffiti 2-Schreibfläche (auf dem Display kann man auch schreiben).
Beim Thema Multimedia gibt es ein paar Extrafeatures: Bluetooth, 1,3MP-Digitalkamera mit Videofunktion, Kopfhörerausgang, Lautsprecher, Mikrofon.

Gehäusedesign, Ergonomie
Wenn man den Zire 72 in die Hand nimmt, fühlt man sich sofort an die anderen Zires erinnert. Die Gehäuseform ist fast die gleiche, insbesondere die untere, schräge Gehäusekante. Es gibt stark abgerundete Ecken, Display und Buttonleiste sind in metallischem Look eingefasst, das Ganze ist umrandet von einem blauen Plastikrahmen ("Soft-Touch"). Dieser wirkt keineswegs minderwertig, sondern ganz im Gegenteil sehr stylisch. Die Rückseite des PDAs ist zum Großteil wie der Zire 71 in glatter Metalloptik gestaltet (Fettfinger sichtbar), im oberen Teil findet man etwas abgehoben ein Metallgitter, hinter dem sich der Lautsprecher und die Digitalkamera verbirgt. Die Lautstärke des eingebauten Lautsprechers ist akzeptabel. Man kann damit nicht alle Banknachbarn unterhalten, aber vielleicht gerade noch die links und rechts ;).
Das Gewicht ist mit 136g recht angenehm. Zum Vergleich: Der Tungsten E wiegt fast dasselbe (131g), der T3 wiegt 153g.
Die vier Hardwarebuttons sind wie beim Tungsten T3 um den 5-Wege-Navigator platziert und mit Kalender, Adressbuch, Kamera und MP3-Player vorbelegt. Hier wird gleich deutlich, für welche Benutzergruppe der Zire 72 prädestiniert ist. Eine gesonderte Kamerataste gibt es sonst nicht mehr, wohl aber eine Sprachnotiz-Taste wie beim Tungsten, die man bei Bedarf sicherlich umbelegen kann (wir haben das allerdings nicht ausprobiert).
Die Buchse für den 3,5mm Kopfhörer befindet sich an der Oberseite rechts, in der Mitte liegt der SD-Kartenslot etwas versenkt und mit Staubschutz versehen. Schön.

Der Stylus ist rechts in der Seite eingeschoben, der Schaft ist halboffen, wie bei der m500-Serie. Mit deren Stylus lässt sich - rein subjektiv - auch der Zire 72-Stylus vergleichen. Er ist aus Plastik, aber von angenehmer Größe und Dicke. Es lässt sich gut damit arbeiten und die Zubehörindustrie wird hier sicherlich schon bald mit einem Metallersatz nachhelfen.
Insgesamt vermittelt der Zire 72 einen gut verarbeiteten Eindruck. Es ist zweifelsohne ein typischer Palm, der aber doch irgendwie "stylisch" und sehr modern wirkt. Weniger business-like, sondern eher persönlich.
Mit im Lieferumfang befindet sich eine stabile Stoffhülle, zwei gestärkte Schalen, die von einem angenähten Gummi zusammengehalten werden und so eine Tasche ergeben. Eine Handschlaufe ist vorhanden, ein Gürtelclip hingegen nicht. Eine Displayklappe wie z.B. bei der Tungsten T- oder T3-Serie befindet sich nicht in der Packung. Im Angebot wird PalmOne auch ein Hardcase haben, das die Verwendung der Kamera im Zire 72 erlaubt, ohne den PDA aus dem Case zu nehmen: Es gibt einen Schieber im Gehäuse des Cases, der die Kamera freilegt.
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