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Der Zire 31 kostet so ca. 149 Euro und ist seit dem 28.04.2004 erhältlich. Und das gibt es für diesen Preis...
Gehäusedesign
Man könnte sagen, es handelt sich um einen aufgemotzten Urzire, der nun mit einem Farbdisplay und einigen Zusatzfeatures daherkommt. Mit schickem blauen Cover (nicht wechselbar, Gerät nur in blau erhältlich) liegt der Zire 31 sehr gut in der Hand und hat eine angenehme Form, nicht so eckig, schön abgerundet. Hinten ist das Gehäuse weiß und etwas Kratzerempfindlich. Das Gewicht beträgt 136g.
An der Gehäuseoberseite finden wir den SD-Kartenslot, den Kopfhörerausgang, die Infrarotschnittstelle und den Stylus. Ein Kopfhörerausgang ist in dieser Preiskategorie eher unüblich. Durch ihn und den SD-Slot kann man den Zire 31 auch schon als mobilen MP3-Player verwenden. Ein Pluspunkt also. Der Stylus ist aus Plastik und von der Größe her mit denen der m500-Serie vergleichbar. Er liegt angenehm in der Hand, könnte aber etwas schwerer sein.
An der linken Gehäusekante befindet sich hinter einer Gummiklappe (die hoffentlich nicht nach einigen Monaten das zeitliche segnet) ein Mini-USB-Anschluss und eine Ladebuchse. Vorteil wie immer ist die Standardladebuchse, die man ggf. auch mit einem geregelten Netzteil anderer Hersteller verwenden kann, nachteilig ist der fehlende Universal Connector, der dem Zire 31 die Zubehörwelt weitestgehend verschließt – Bluetooth wie beim Zire 72 gibt es in dieser Geräteklasse natürlich nicht, so bleibt nur noch die Infrarotschnittstelle oder speziell auf den MiniUSB-Stecker abgestimmtes Zubehör, wovon es aber noch nicht sonderlich viel gibt.
Stirbt der Universal Connector? - Diskussion im Nexave PalmBoard.
Der Zire 31 ist nur mit zwei Hardwarebuttons (normal sind vier) ausgestattet. Hier den Komfort der einfachen Bedienung über den 5-Wege-Navigator nutzen zu können, ist natürlich cool. Der Powertaster befindet sich links neben der Buttonleiste.

Sogar eine Displayklappe befindet sich im Lieferumfang. Sie ist aus flexiblem Gummi, wirkt auf den ersten Blick etwas billig, funktioniert aber in der Praxis wunderbar als Staubschutz, da sie sich genau auf das Display legt. Sie lässt sich hinter dem PDA umschlagen und stört beim Arbeiten nicht. Man muss sie allerdings mit festhalten (im Gegensatz zur festen Lederklappe z.B. des T3), sonst federt sie immer wieder zurück.

Technische Daten
Der Zire 31 ist mit einem 200 MHz schnellen ARM-Prozessor ausgestattet und bietet 14 MB nutzbaren RAM. Für die Einstiegsklasse ist das schon gar nicht mehr so schlecht und reicht für übliche Arbeiten mit dem Gerät locker aus. Vor allem die 200 MHz bieten einiges an Leistungsreserve.
Das Display hat 160x160 Pixel und bietet 2 Helligkeitsstufen und einen Kontrastregler. Daunter ein fester Graffitibereich, Schreiben direkt auf dem Screen ist aber auch möglich. Der Bildschirm ist meiner Meinung nach der Hauptschwachpunkt des Zire 31. Ähnlich wie beim m130 damals ist es sehr rasterig und träge, nichts für bewegte Bilder. Von einem Farbdisplay in einem PDA dieser Preisklasse kann man vielleicht nicht mehr erwarten – nur bei Sony, wenn man ein paar Euro mehr investiert.
Software
Vorinstalliert ist Palm OS 5.2.8, das dem Benutzer schon einige nette Zusatzfeatures bietet, wie Kategorien und Veranstaltungsorte im Kalender, Hintergrundbilder bei der Todayansicht (und überhaupt eine Todayansicht) und im Launcher, Wählen aus dem Adressbuch, Bilder bei den Kontakten, Alarme bei den Aufgaben.
Ebenfalls im ROM befindet sich der RealOne-Player, dem MP3-Vergnügen steht somit nichts mehr im Wege. Der eingebaute Lautsprecher ist so laut wie der des Tungsten T3. Ein eingebautes Mikro für Sprachaufzeichnungen gibt es nicht.
Auf CD-ROM bringt der Zire 31 Handmark Solitaire, den Palm Reader, SplashMoney und das Datenbankprogramm MobileDB mit.
Akkulaufzeit
Als Akku hat PalmOne einen Lithium-Polymer-Akku verbaut, der im Normalgebrauch 5 Stunden und 45 Minuten durchhielt. Zum Vergleich: Der TJ25 von Sony hält 5 Stunden, hat aber auch ein HighRes-Display. Ich denke, im Vergleich zu anderen PDAs ist das kein Spitzenwert, aber verglichen mit PDAs älterer Generationen ein deutlicher Schritt nach vorn (siehe auch Review TJ27/37)
Fazit
Der Zire 31 ist ein PDA der Einstiegsklasse in flottem, modernem Design. Zwar kann man nicht alles damit machen, aber für den Preis doch schon erstaunlich viel. Vor einem Jahr waren die Geräte dieser Preisklasse längst nicht so umfangreich ausgestattet. Dass nun noch ein Officeprogramm zum Lieferumfang gehört, kann man in dieser Preisklasse nicht erwarten.
Einziger Wehrmutstropfen ist das nicht ganz so tolle Display.
Zielgruppe des Zire 31 ist der PDA-Neueinsteiger, der ein Farbdisplay braucht und mit seinem Handheld PIM (Kalender, Adressen, Aufgaben, Merkzettel) machen will und ab und zu MP3 hört.
Das Preisleistungsverhältnis ist okay. Der Zire 31 ist für sich allein ein tolles Ding, aaaber: Vergleicht man mit dem TJ27 von Sony, so bietet dieser für 20-30 Euro mehr ein edleres, metallernes Gehäuse, mehr nutzbaren RAM, HighRes-Display und eingebaute Kamera für Schnappschüsse, es fehlt aber ein Kopfhörerausgang (Stichwort MP3, hierfür müsste man einen separaten Player mit sich herumschleppen). Letztendlich muss man hier individuell entscheiden, wie die Wahl für einen ausfällt. SD-Karten sind wiederum momentan etwas günstiger als Memory Sticks.
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