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QuickInfo
Preview Treo 650
Hersteller: palmOne
http://www.palmone.com/de
Preis: ca. 659 Euro
Bezugsquelle: verfügbar in Deutschland ab 10. März 2005 in zahlreichen Shops
Review-Autor: Torsten Bergemann
Review-Datum: Di, 01.03.05
Update am Sa, 05.03.05

Leistung/Funktionalität
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Bedienung/Interface
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Preis/Leistung
SternSternSternKein SternKein Stern

Der Treo 650 ist der Nachfolger des Treo 600 und bietet u.a. eine hohe Displayauflösung und Bluetooth. Schauen wir uns an, was der Treo an Detailverbesserungen mitbringt und vermissen lässt.

 

Review: Treo 650

Die Treo-Serie von palmOne besteht aus Smartphones, also einer Geräte-Kombination aus Handy und PDA. Der Treo 650 ist der Nachfolger des 600ers und das erste Smartphone aus dem Hause palmOne mit HighRes-Displayauflösung und eingebauter Bluetooth-Funktion – genau die Dinge, die ein Besitzer des Treo 600 arg vermisste, wenn er bereits anderes gewohnt war.
Ab 10. März 2005 soll der Treo 650 auch in Deutschland erhältlich sein. In den USA ist er schon länger zu haben und kostet dort 699 USD, hier pendelt sich der Einführungspreis bei ca. 659 Euro ein. An den ersten Tagen war das Gerät noch für 599 USD im palmOne-Shop zu bestellen, ca. 70 Euro weniger, wurde aber in einer Nacht- und Nebelaktion verteuert. Da machte sich natürlich Empörung in der Community breit, die treonauts Blogseite empfand es sogar als eine bodenlose Frechheit, zumal palmOne als Begründung angab, dass man den Preis versehentlich falsch ausgezeichnet hätte. Da fragt man sich, wie man dies erst nach mehreren Tagen und vermutlich sehr, sehr vielen verkauften Geräten feststellen konnte. Den Vorwurf, sich lieber etwas mehr Geld einzustecken, weil die Nachfrage so hoch ist, muss sich der US-amerikanische Handheld-Pioneer wohl durchaus gefallen lassen... denn der Treo war zu Zeiten der Preiserhöhung gerade ausverkauft, 7 Tage Lieferzeit. Ein weiterer Grund könnte Druck des Mobilfunkbetreibers Cingular gewesen sein, der nicht auf seiner für fremde SIM-Karten gesperrten Version des 650 sitzen bleiben wollte. Diese kostete nämlich ursprünglich nur 50 USD weniger als die freie.

Wir haben uns den neuen Treo 650 nun schon im Vorfeld für euch angeschaut und geprüft, was im Vergleich zum Vorgänger besser oder schlechter gemacht wurde. Unser Testmodell war ein ungebrandetes palmOne-Modell aus den USA. Im ROM ist auch die deutsche Sprache enthalten, für das Netzteil (das auch 230V unterstützt) benötigt man „lediglich“ einen deutschen Stecker. Der einzige Unterschied zur deutschen Version dürfte die hierzulande deutsche QWERTZU-Tastatur sein (Treo 600: nur in QWERTY verfügbar).


Rein äußerlich

Der Treo 650 kann selbst von Leuten, die keine Ahnung haben, mühelos als der Treo-Serie zugehörig identifiziert werden, da er im grundlegenden Design seinem Vorgänger gleicht. Das neue Gehäuse ist etwas dunkler und wirkt dadurch in gewisser Weise moderner und cooler. Es gibt keine scharfen Kanten, alles ist ergonomisch abgerundet, und der Treo liegt sehr gut und leicht in der Hand. In Sachen Gewicht hat sich zum Treo 600 fast nichts verändert, vom subjektiven Gefühl scheint das Gerät inkl. Akku sogar ein klein wenig leicher zu sein.

Treo 650 und Treo 600 im Vergleich



Inklusive Akku deshalb, weil der Treo 650 nun einen wechselbaren Akku hat, das hatte der Treo 600 noch nicht. Ich habe ihn zwar auch nicht vermisst, weil die Laufzeit einfach hervorragend war, aber Anderen, besonders Vielreisenden, könnte dies durchaus ein wichtiges Kriterium sein. Nach unseren ersten Erkenntnissen hält der Akku des 650ers etwa genauso lang wie der des Treo 600. Genaue Werte habe ich leider nicht (Bitte um Einsendung). Wer natürlich die neuen Multimedia- und Connectivity-Features exzessiv nutzt, bei dem wird die Prozentanzeige schneller in den Keller sinken.
Der recht wacklige SIM-Kartenhalter und -Slot ist derselbe wie beim Treo 600.
Der Stylus sitzt noch an genau derselben Stelle, ist allerdings bis auf die Plastikmine voll aus silbernem Metall und wirkt dadurch äußerst hochwertig.
Die Speicherkarte wird nun mit dem Label nach oben statt nach unten eingesetzt, dies entspricht schon eher dem palmOne-Standard als beim Treo 600 (Label nach unten). Die SD-Karte schaut immer noch ein Stückchen heraus und droht wie beim Treo 600 leicht gedrückt und somit herausgeworfen zu werden, der Federmechanismus ist beim Nachfolger aber weitaus kräftiger und lässt sich nicht so leicht betätigen. Statt Staubschutz muss man weiterhin mit einem Plastik-Kartendummy leben, wenn man keine Karte eingelegt hat.
Der SD-Kartenslot ist SDIO-fähig. Ein Hacker hat übrigens vor einigen Wochen versteckte WLAN-Treiber im ROM des Treo 650 gefunden... vielleicht sollten die Treiber für die hauseigene WLAN-SD-Karte gleich mitgeliefert werden?
Trotz viel Gemecker seitens der User: Der hässliche Antennenstummel ist immer noch vorhanden. Er ist nun aber rundlicher, schmaler und auch ein klein wenig kürzer als beim Vorgänger. Immerhin etwas...

Der Anschluss des Ladekabels erfolgt wie beim 600er entweder direkt am Gerät oder am mitgelieferten Synchronisationskabel, das auch eine HotSync-Taste hat. Das Ladegerät kann man also problemlos auch mit auf die Reise nehmen, das Sync-Kabel wird nicht benötigt (anders beim QDA von Qoollabs, der keine HotSync-Taste hat und das Kabel voraussetzt).

Treo 650 HotSync-Kabel



Der neue Multiconnector, der auch beim Tungsten T5 verwendet wird, ist als Stecker nicht so robust wie die Steckerverbindung des Treo 600, aber wir User beugen uns allem, was Sinn oder Usinn macht. Immerhin kann jetzt wohl auch die Ladegeräte von Tungsten T5-Besitzern verwenden (siehe auch Nexave PalmBoard).

Treo 650: Connector-Vergleich



Das Handbuch ist wie schon beim Treo 600 wirklich sehr, sehr gut und erklärt den schrittweisen Einstieg anhand von Kapiteln wie „der erste Tag“, „die ersten beiden Wochen“ etc. Sogar eigentlich komplizierte Bedienschritte wie das Eingeben von Sonderzeichen sind verständlich erklärt. Einige Begriffe dürften bei Neueinsteigern allerdings für Verwirrung sorgen. Ich verstehe z.B. nicht, wieso der Umstieg von einem anderen PDA auf den Treo als „Aktualisierung eines anderen Palm Powered Handheld durchführen“ übersetzt wird. „Umstieg“ wäre doch verständlicher. Auf der Homepage von palmOne wird der Begriff aber auch verwendet.
Im Handbuch steht übrigens nichts darüber, dass der Speicher bei leerem Akku erhalten bleibt. Dies ist eine neue Funktion von Treo 650 und Tungsten T5 und dürfte diejenigen freuen, die ihren gesamten Speicherinhalt schon einmal verloren haben, weil sie den Akku nicht rechtzeitig nachgeladen haben. Durch die neue Speicherarchitektur hat sich allerdings die Clustergröße verändert und dieselben Daten sind auf dem Treo 600 kleiner als auf dem 650er. Wer also vom 600er umsteigt und seinen RAM bis knapp unter die Decke gefüllt hat, darf sich nicht wundern, wenn der ganze Kram nun nicht mehr passt. Hinzu kommt: Der Treo 650 hat nur noch ca. 21 statt 24 MB nutzbaren Speicher.



Resettaster hinter Akkuklappe

Der Akku hat eine gesonderte Klappe, so dass die Gehäuserückseite nicht so „unvollendet“ wie etwa beim QDA aussieht. Gar nicht gefallen hat uns, dass palmOne den Resettaster hinter eben dieser Akkuklappe versteckt hat! Wir haben ihn trotzdem gefunden, als wir beim versuchsweisen Einsatz des AeroPlayers einige Abstürze hatten. Die Klappe immer entfernen zu müssen, nervt wirklich sehr. Man kann ja nun nicht davon ausgehen, dass ein Handheld nicht resettet werden müsse. Freaks können sich ein Loch in den Akkudeckel bohren – sinnvolles Treo-Modding ;-)
Der Resetknopf lässt sich mit der normalen Stylusspitze betätigen, deshalb kann man den Metallstift auch nicht mehr aufschrauben (s.o.)

 

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