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Am Vorabend zum 18. Mai fand im SIDE-Hotel in Hamburg die Weltpremiere der "dritten Dimension des Mobile Computing" statt. PalmOnes PR-Agentur 100zehn hatte zur Präsentation des LifeDrive geladen. Wir waren vor Ort und hatten die Möglichkeit das Gerät live auszuprobieren und hörten eine Präsentation von palmOne Mitarbeitern.

palmOne sieht den Mobile Manager als drittes Standbein des Unternehmens. Die neue Kategorie soll die vorhandenen Sparten "Smartphone" und "Handheld" ergänzen. Die Handheld-Kategorie splittet das Unternehmen in die Lifestyle-Sparte "Zire", die mit gutem Preis/Leistungsverhältnis und Multimedia-Features vor allem Consumer ansprechen soll und in die leistungsfähigen Business-Geräte "Tungsten" auf. PalmOne sieht die Kernkompetenz der "Handhelds" weiterhin in klassischen PIM-Anwendungen - auch wenn aktuelle Geräte teilweise mit Multimedia fremdgehen. Smartphones sind für palmOne eine Kombination aus "tollem Handheld und tollem Handy". Aber was bringen die Mobile Manager?
Mobile Mangaer ist laut palmOne für den digital-affinen User gedacht. Die Geräte sollen vor allem Multimedia und viel Speicherplatz für digitale Inhalte bieten, aber auch die klassischen PIM-Features nicht vernachlässigen. Die Geräte sind im High-End Consumer-Bereich angesiedelt. Der Käufer-Prototyp liebt digitalisierte Fotos, Videos, Musik, Dokumente etc. und möchte sie am liebsten überall dabei haben. Er möchte Wireless LAN und Bluetooth Verbindungen zum Teilen seines digitalen Lebens nutzen.

Technisches
Das erste Gerät dieser "Dimension" ist der LifeDrive. Viele seiner technischen Daten kursierten ja bereits im Vorfeld im Interner. Mit Palm OS 6 wollte uns palmOne diesmal nicht beglücken, so ist der LifeDrive ein Palm OS 5.4 Handheld (nein, "Mobile Manager") mit 64 MB nicht-flüchtigem RAM, sowie einer 4GB Mini-Festplatte von Hitachi. Von der Speicherkapazität sind 3,85 GB effektiv für eigene Daten verfügbar. Außerdem findet man integriertes Wireless LAN und Bluetooth - das erste mal in palmOnes Gerätelaufbahn sind beide Funkstandards in ein Gerät verbaut. Das konnte bisher nur Sony mit dem UX50 und dem TH55, und beide Geräte sind mangels Herstellerpräsenz im Palmbereich nicht mehr auf dem Markt verfügbar. Der LifeDrive gleicht ansonsten von internem RAM, CPU (beide 416 MHz XScale) Betriebssystem, Bluetooth und Anschluss (Multi-Connector) dem Tungsten T5. Bis auf den Zire haben nun alle aktuellen Geräteserien diesen Anschlusstyp - sehr positiv! Neu beim LifeDrive sind Wireless LAN, eine Sprachaufzeichnungstaste, eine LED sowie eine eigene (Hardware-)Taste zum Drehen des Displays. Der Powerschalter hat nun auch eine "Hold"-Stellung, damit man ihn nicht versehentlich betätigt. Und natürlich die Festplatte. Laut Datenblatt ist der LifeDrive (121x73x19mm) genauso lang, jedoch 5mm schmaler, aber 3mm dicker als der Tungsten T5 (121x78x16mm). Er wiegt mit 193 Gramm 48 Gramm mehr als der T5.

Die vier Hardwaretasten sind ab Werk mit "Medien", "Anwendungen" (Home), "Dateien" und einer Favoritentaste belegt. Zwar lassen sich diese nach wie vor umbelegen, die Standardbelegung demonstriert dennoch, dass sich Hersteller palmOne den LifeDrive eher als wandelnden, mobilen Datenspeicher denn als Organizer vorstellt. Natürlich beherrscht der LifeDrive aber auch diese Funktionen und hat dank seiner aktuellen OS-Version auch die erweiterten Versionen der PIM-Anwendungen (etwa Kategorien und Orte beim Kalender) integriert.
Design
Das Gehäuse ist, anders als die Fotos vermuten lassen, aus Kunststoff, der zwar hochwertig wirkt, das Metall des T3 fasst sich aber dennoch besser an. Auch die Tasten sind aus Plastik. Das Gehäuse ist in allen Dimensionen etwas größer als das des T5 und an den unteren Kanten abgeschrägt, weshalb es gut in der Hand liegt. Durch die Festplatte wird die Unterseite im Betrieb etwas warm (jedoch nicht so, dass es unangenehm wird). Auch das Display ist etwas größer als bei bisherigen Geräten und meiner Ansicht nach sehr brillant und hell (vergleichbar mit T5). PalmOne behauptet eine 40% höhere Helligkeit und 35% mehr Brillanz. Das kann weder ich, noch die Kollegen vor Ort bestätigen. Das Display des Treo 650 ist um einiges heller.


Die Festplatte bringt eine gewisse Zugriffzeit beim Einschalten mit sich. Eine genaue Messung folgt im ausführlichen Review. Auch die Stoßempfindlichkeit werden wir testen.
Ein Kernfeature des Konzeptes ist die intelligente Dateiverwaltung. Ordner auf dem Windowsrechner können zur Synchronisation mit dem LifeDrive markiert werden. Diese werden dann bei jedem HotSync mit der Festplatte des PDAs synchronisiert. Die Ordner können beliebige Inhalte haben, bei Versionskonflikten werden von beiden Versionen der Datei Sicherungskopien erstellt. Außerdem neu ist eine Software zum Sichern von Digitalkamera Bildern. Steckt man eine SD-Karte mit Bildern ein, so öffnet sich das Programm und gibt die Optionen "Ansehen oder Dia-Show erstellen", "auf Gerät Kopieren" und "auf PC kopieren". Wählt man die letzte Option, werden die Bilder erst auf die LifeDrive Festplatte kopiert und bei der nächsten Synchronisation auf den PC verschoben. Anschließend kann man wahlweise die Bilder von der Speicherkarte löschen.
Systemseitig wird für das Ganze Windows 2000 oder XP vorausgesetzt.
Gemäß Datenblatt scheint diese Ordner-Synchronisation auch mit dem Mac zu funktionieren, Mac OS X 10.2.6 vorausgesetzt. Anwender des neuen Tiger-Systems 10.4 sollten Vorsicht walten lassen: Zumindest in den Daten beim deutschen Onlineshop palmandmore steht: Nur kompatibel bis 10.3.3! Hoffentlich kommt bald ein Update.
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