|

Das in Deutschland unter dem Namen "Hagenuk Smartphone S200" verkaufte "Palm-Handy" wurde von der in Hong Kong beheimateten Firma GSPDA entwickelt und heißt dort Xplore M68. Dieselbe Firma entwickelte auch schon das von Quelle vertriebene Xplore G18. Die Traditionsfirma Hagenuk bestreitet mit dem S200 ihren Wiedereinstieg im Mobilfunkgeschäft, nachdem man sich Mitte der 90er u.A. mit dem "Global" nicht gegen Siemens und Co durchsetzen konnte.
Das M68/S200 feiert in Deutschland seine Weltpremiere. Wir haben als eine der ersten Redaktionen ein Testgerät in der endgültigen Serienausführung bekommen.
Auspacken
Das S200 wird in einem kleinen würfelförmigen Karton geliefert, welcher kein designerisches Highlight ist, aber seinen Zweck erfüllt. In dem kleinen Karton befinden sich neben dem Smartphone samt Akku ein Ersatzstylus, Headset, USB-Sync-Kabel, Ladegerät und ein Kabelheadset (Stereo). Entgegen dem Trend liegt auch ein gedrucktes Handbuch bei. Lob!

Hardware
Das Gerät liegt sofort gut in der Hand. Man glaubt ein etwas größeres Handy anstatt eines Palm OS Smartphones in der Hand zu halten, das höhere Gewicht (127 Gramm) fällt dem hightech-verwöhnten Nokia-SonyEriccsson-Freund aber schon auf.
Obwohl es sich wie heute (leider) üblich um einen "Plastikbomber" handelt, wirkt das Gerät hochwertig und ist zudem gut verarbeitet. Nichts sieht schlampig oder billig aus, nichts knarrt beim Zusammendrücken. Die Tasten haben eine angenehme Größe (wurstfingertauglich), einen angenehmen Druckpunkt und sind gut beleuchtet. Neben der Zifferntastatur gibt es noch Tasten für Annehmen und Ablehnen sowie eine "Haus"- und eine Löschtaste.
Der 5-Wege-Navigator hat die Form eines kleinen Joysticks. Nach einigen negativen Erfahrungen stehe ich solchen Joysticks eher skeptisch gegenüber, bin aber positiv überrascht worden. Er steht nicht weit aus dem Gehäuse heraus (wird also nicht dauernd versehentlich gedrückt), ist aber trotzdem noch sehr gut zu bedienen. Er ist sehr präzise und produziert keine dauernden Fehleingaben wie versehentliches Drücken der Mitte. Das einzige Manko ist der ziemlich harte Druckpunkt. Aber vielleicht leiert das ganze ja mit der Zeit aus.
An der linken Gehäuseseite befinden sich Lautstärketasten, eine Kamerataste, der SD-Karten-Slot und das Resetloch (lässt sich ohne Stiftaufschrauben bedienen). An der rechten Gehäuseseite befinden sich das IR-Fenster und ein Headsetanschluss (2,5mm), der hier sehr viel sinnvoller positioniert ist als beim Treo (Unterseite). Beim Stylus wurde das Teleskopprinzip das Tungsten T auf die Spitze getrieben (als erstes denkt man "wie süüüüß"). Er liegt aber dennoch recht gut in der Hand, das Entfernen aus der Halterung an der unteren rechten Gehäusehälfte ist aber ziemlich fummelig.

Im Inneren steckt ein GSM/GPRS Triband Modul (900/1800/1900, GPRS Klasse 10) eine 1,3 Megapixel Kamera sowie eine Texas Instruments OMAP 310 CPU (144 MHz). Der RAM-Speicher ist flüchtig und 32 MB groß ( 33! MB verfügbar), die Größe des ROM beträgt 64 MB. Das Display ist mit einer Diagonale von 5,4 cm recht klein (Tungsten T3 9,8cm) und bietet eine Auflösung von 160 mal 220 Pixel (die Graffiti-Fläche lässt sich ausblenden). Das Gerät ist multilingual (Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch). Bluetooth ist ebenfalls eingebaut.
|