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| Review: Z22 |
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Zum Namen
Der Z22 ist in die Zire-Serie einzuordnen. Palm, bekannt als Namenskünstler, ist auf die Idee gekommen, die Zire-Serie jetzt als "Z" und die Tungsten-Serie jetzt als "T" in den Handel zu bringen. So haben wir nur noch einen "Z22", auf der Palm-Homepage ordnet sich das Gerät aber bei seinen "Zire-Kumpels" ein.
 Z22 in der Hand |
Was bekommt man heute für 120 Euro?
Derzeit kostet der Z22 rund 120 Euro. Wir vermuten, dass der Straßenpreis nach einigen Monaten auf knapp 100 Euro fallen wird, den Preis des Ur-Zire.
Für 120 Euro gibt es heute einen Palm mit Farbdisplay und 160 x 160 Pixel Auflösung. In der Sonne ist es sehr schlecht ablesbar. Das Display scheint technisch mit dem des m130 identisch zu sein. Es reagiert träge, Videos sollte man darauf nicht anschauen – aber dies geht bei diesem Gerät ohnehin nur in sehr eingeschränkter Länge, denn der Z22 hat keinen Speicherkartenslot. Eine Infrarotschnittstelle gibt es natürlich, eine Datenschnittstelle für Zubehör fehlt hingegen. Der Z22 ist nur mit einer Mini-USB-Schnittstelle an der Oberseite ausgestattet. Ein passendes abgeschirmtes Datenkabel mit 1,5m Länge liegt bei (so etwas ist bei der Preisklasse nicht selbstverständlich), allerdings ohne HotSync-Taste. Der HotSync muss per Software vom Palm aus gestartet werden. Das ist aber nicht weiter kompliziert, denn ab Werk ist einer der Softbuttons im Graffiti-Bereich mit der HotSync-Applikation belegt. Eine Dockingstation für den Kleinen bietet Palm nicht an. Der Z22 ist mit 2 Hardwarebuttons bestückt, sie lassen sich – wie auch der angesprochene HotSync-Button im Graffiti-Bereich – frei belegen. Ansonsten befindet sich in der Packung noch ein Steckernetzteil mit internationalen Steckern (Reiseadapter überflüssig) und ein QuickStart-Guide. Er beschreibt auf nur 10 Seiten die wichtigsten Schritte, um mit dem Z22 loslegen zu können. Das ist nicht gerade großzügig, aber reicht, um auch Einsteigern die Möglichkeit zu geben, mit dem Gerät klarzukommen. Das vollständige Handbuch befindet sich auf der CD.
Weitere technische Daten
Der Z22 kommt mit Palm OS Garnet 5.4 und bringt somit alle Vorzüge des aktuellen Betriebssystems und dessen eingebauten Applikationserweiterungen mit: Kategorien im Kalender, die mit farbigen Punkten dargestellt werden, Fotos im Adressbuch, Alarme für Aufgaben uvm. Das allein ist schon erfreulich.
Aber auch die anderen technischen Daten sind einmalig für einen Handheld dieser Preisklasse: Wir haben einen 200 MHz Prozessor und 32 MB nicht-flüchtigen Speicher an Board (von denen allerdings nur 20 MB nutzbar sind, was für diesen Preis aber OK ist). Gerade die Tatsache, dass Adressen und Co. nicht verschwunden sind, wenn mal der Akku eher schlapp macht als der Benutzer, könnte für viele Neueinsteiger ein Kaufargument darstellen.
Eine Tasche ist nicht im Lieferumfang – bei dem Preis meines Erachtens akzeptabel.
Gerätedesign
Der erste Gedanke ist: "Huch, ist der klein". Der Z22 wirkt wie ein solarbetriebener Taschenrechner von Apple. Ja, das weiße Gehäuse lässt ihn sehr modern und edel wirken. Es ist absolut zeitgemäß und ohne Schnörkel. Die Rückseite ist farblich eine Mischung zwischen schwarz und türkis und ein bisschen durchsichtig. Man sieht aber keine Elektronik (schade eigentlich), nur Abdeckteile. Das Gehäuse knarrzt nicht beim Drücken und hat keinerlei scharfe Kanten.
 Die leicht transparente Rückseite des Z22 |
Neben T|X oder Treo 650 macht der Z22 eine schlanke Figur. Er wirkt klein. Und man mag jetzt staunen, aber das Display ist von den Maßen her mit dem des Treo 650 identisch. Es wirkt aber ganz anders, weil am Z22 nicht so viel "dran" ist, das Display etwas weiter nach innen ins Gehäuse versetzt ist und nur die halbe Auflösung besitzt.
 TX neben dem Z22 |
Mit der Miniaturisierung nimmt man ein kleineres Graffitifeld in Kauf: 1,5 cm ist es nur noch hoch. Schreiben fiel mir allerdings nicht besonders schwer. Der Stylus ist aus massivem ... Plastik – natürlich – und hinten rechts oben im Gehäuse eingesteckt. Er rastet spürbar ein und wird an einer Kerbe mit dem Fingernagel aus dem Gehäuse gezogen. Dass er mal rausfällt, halte ich für unwahrscheinlich. Der Resetpin auf der Gehäuserückseite lässt sich mit dem Stylus betätigen. Der Reset dauerte im Test ca. 25 Sekunden.
 Oberseite des Z22 |
Software-Ausstattung
Im Lieferumfang befinden sich neben den Palm OS Standardapplikationen inkl. dem Kostenprogramm das Spiel CrazyDaisy. Es passt super in das Konzept des Handhelds.
Auf der mitgelieferten CD befinden sich der Palm Desktop, der E-Book-Reader eReader, das Datenbankprogramm MobileDB von Handmark, der stark aufgebohrte Taschenrechner powerOne in der Version 3.1, das Bildbetrachter-Tool SplashPhoto (obwohl bereits "Medien" auf dem Palm vorinstalliert ist. SplashPhoto bietet u.a. einen besseren Desktop-Conduit. Weiterhin ist die Einkaufsliste SplashShopper dabei. Für nur 100 Euro das alles? Da bleibt mir persönlich die Kinnlade unten!
Einschränkungen
Neben dem schmerzlich vermissten Kartenslot haben wir noch andere Einschränkungen in Kauf zu nehmen: Es gibt zwar einen Lautsprecher, aber es gibt keine Bohrungen im Gehäuse. Der Ton ist selbst bei voller Lautstärke nur sehr leise. Ich würde vermutlich 70% der Aufwecktermine verschlafen.
Auf einen weiteren Fehler hat mich Markus von Handhirn hingewiesen, ich wäre selbst nie auf die Idee gekommen, so etwas zu prüfen: Dem Z22 fehlt der Punkt "Netzwerk" in den Einstellungen. Das bedeutet in der Praxis, dass das Gerät weder SMS senden, noch Telefonnummern auf dem Handy wählen, geschweige denn ins Internet (E-Mail, Web) kann. Das ist sehr traurig. Dieses Feature will Palm ganz offensichtlich den teureren Handhelds vorbehalten, die sich ein Z22-Käufer nach Unternehmensansicht hoffentlich bald nach dem Z22 kauft ("Einstiegsdroge Zire").
 Der Zire 22 verschwindet schnell in der Hosentasche, und daneben ist sogar noch Platz, wie man sieht. |
Akkulaufzeit
In unserem Akkutest mit BatteryBench2 (simuliert eine normale Verwendung des PDAs) hielt der Z22 sehr gute 9 Stunden bei hoher Helligkeit, Kontrastregelung bei drei-viertel und aktivierter Infrarotschnittstelle durch. Mit dem kleinen lässt sich also länger arbeiten als etwa mit einem T|X.
Fazit
Der Z22 ist ein Einsteigerpalm, der auf der einen Seite mit einer für diesen Preis fabelhaften Ausstattung trumpft, auf der anderen Seite – verständlicherweise - zahlreiche Features vermissen lassen muss, um den Preis möglich zu machen (und zu rechtfertigen, siehe Netzwerk). Es muss ja noch einen Grund zum Upgraden geben.
Der Z22 hat für seine Preisklasse eine hervorragende Systemleistung und Speicherstattung zu bieten und ein reichhaltiges Softwarepaket an Board. Es ist "incredible", wie die Amerikaner sagen würden, was den User für 120 Euro (wie gesagt: vielerorts schon günstiger) an Möglichkeiten erwartet und was für ein schickes Gerät man dafür bekommt. Großes Lob und viel Respekt an Palm für die 96g-Portion (der Treo 650 wiegt 178g)!
Wer nicht plant E-Mails abzuholen oder viel Zubehör zu benutzen, ist beim Z22 richtig. Die Infrarottastatur lässt sich ja trotzdem einsetzen (vermute ich jetzt mal). Dass es Punktabzug bei der Leistungsfähigkeit gibt, ist logisch, das bedeutet aber nicht, dass der Z22 ein schlechtes Gerät ist - im Gegenteil!
Den Z22 sollten sich Anwender kaufen, die schon immer mal einen Handheld ausprobieren und auf bewährte Technik mit einem vernünftigen Betriebssystem setzen wollen. Er eignet sich auch als Reservegerät. Der Z22 kann softwaretechnisch bis auf Kommunikationsmedien wie E-Mail und Co alles, was 160x160 Pixel unterstützt (und das tut jedes normale Palm-Programm, Ausnahme sind einige Spiele und sehr wenige Anwendungen). Auch DocumentsToGo und andere Office-Tools kann man ja nachkaufen.
Zu Weihnachten wird die Palm-Gemeinde sicherlich noch ein Stückchen wachsen...
Pro und Contra
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- Superhandlich, modernes Design
- Nicht-flüchtiger Speicher
- hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
- für diesen Preis sehr gute Softwareausstattung
- gute Akkulaufzeit
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- Kein Anschluss für Zubehör
- Kein Speicherkartenslot
- Leiser Alarm
- Keine Netzwerkverbindungen möglich (Internet)
- Nur 2 Hardwarebuttons
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| 7 Kommentare |
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Absolute Spitze, dieses Gerät Ich weiß gar nicht woher das ganze Gemecker über den Z22 kommt, ich selber habe einen guten Laptop, ein prima Handy und ein VollNavy im Auto. Kurz und gut, zu meinem Glück fehlte mir nur der Z22, der mit Adressen und Terminen auf die Sprünge hilft. Nebenbei habe ich noch ein Wörterbuch fpr Englisch, eins für Japanisch und je eins für Spanisch unf Französich aufgespielt, achja meine letzen Urlaubphotos, Bilder von meinen Kinder und meiner Freundin ... und was soll ich sagen? Der halbe Speicher ist noch frei! Was soll also das Gemecker, es ist ein Palm!!! Das an alle verhinderten Mini-PC-Besitzer, dieser HandHeld ist einfach prima, gutes Design und intuitiv zu bedienen. Den Kasten nutze ich privat und im Job, und nicht mit WLAN-PlugIn bei Starbuck´s fingernägelkauend einen HotSpot suchend. Ich habe bei AMAZON.DE 99,- Euro bezahlt, und das Preis-Leitungsverhältniss ist unschlagbar. Kurzum, wer Palm mag wird Z22 lieben! Es ist die Besinnung auf die Urtugenden des Palm ... Michael Bender am Freitag, 11.11.05, 20:35
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Display-Auflösung Die Display-Auflösung beträgt nur ein Viertel der Auflösung vom Treo (160x160 zu 320x320), nämlich die Hälfte in der Höhe und die Hälfte in der Breite.
Vor meinem TE2 hatte ich einen m515. Die niedrigere Auflösung hat mich damals nicht gestört. Aber wenn ich jetzt mal auf einen der IIIc gehe, die meine Söhne verwenden, sieht es sehr schlimm aus. Man gewöhnt sich schnell an die höhere Auflösung. Aber wer 160x160 gewohnt ist ... Für PIM reicht es auf jeden Fall.
Für uns "Power-User" ist auf jeden Fall der TE2 der empfehlenswerteste Einsteiger-Palm. Wer aber wirklich nur sein Notizbuch ersetzen will, für den mag der Z22 ok sein. Aber vielleicht würde ich da doch lieber einen gebrauchten TE nehmen, wegen Auflösung und Kartenslot.
Roger Roger am Mittwoch, 02.11.05, 16:30
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Z22 kann doch Tel.-Nr. auf Handy wählen und SMS senden Hallo Torsten,
auch wenn der Z22 den Punkt "Netzwerk" nicht hat, so kann er doch via IR Telefon-Nummern auf dem Handy wählen, SMS vom Handy abrufen und auf dem Z22 erstellte SMS übers Handy versenden.
Dazu benötigt er nur die Freeware Dial!2.0 von Holger Wirth von www.chiliholger.de.
Viele Grüße,
TKM TKM am Mittwoch, 02.11.05, 16:13
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