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QuickInfo
PDF Logo
Hersteller: Henk Jonas
http://www.metaviewsoft.de
Version: 1.0
Voraussetzungen: Palm OS 5
Download: www.metaviewsoft.de
Software-Typ: Freeware
Review-Autor: Torsten Bergemann
Review-Datum: Di, 24.01.06

Leistung/Funktionalität
SternSternSternSternStern
Bedienung/Interface
SternSternSternSternKein Stern
Preis/Leistung
SternSternSternSternStern

PDF-Dateien auf dem Palm lesbar zu machen war lange eine Qual bis hin zur Unmöglichkeit. Was Adobe einem als "PDF-Reader" für Palm OS auftischte, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Konvertierlösung, aber echte PDF-Dateien konnte man damit unterwegs nicht lesen. Jetzt gibt es eine kostenlose Alternative namens PalmPDF, kann sie es?

 

Review: PalmPDF

Endlich ist es möglich, tatsächlich, es geht! Die erste PDF-Datei - unkonvertierter Natur - baute sich langsam auf unserem Testgerät auf, in schwarzweiß. Das war noch die erste Alpha-Version von PalmPDF, dessen Entwicklung der deutsche Programmierer Henk Jonas in den letzten Wochen bis zur Finalversion 1.0 vorangetrieben hat. PalmPDF zeigt PDFs jetzt auf fast jedem Palm OS 5 PDA mit einer akkuraten Performance und Funktionalität, als hätte es nie etwas anderes gegeben.


Das Waisenkind PDF auf einem Palm

Die Vorteile des PDF-Formates sind vielfältig und es hat sich nicht umsonst zum Standard für den Dokumentenaustausch entwickelt. Nicht nur kommt jede Anleitung und Dokumentation, die heute auf CD-ROM ausgeliefert wird, als PDF, ganze Bücher als PDF sind möglich. Unternehmen veröffentlichen Preislisten und HowTos, Studenten und Professoren ihre Scripte und Privatanwender ihre Schriftwerke als PDF-Datei - denn eine PDF-Datei kann man nicht mehr ändern, wenn sie einmal erstellt ist, und genau das ist das Tolle daran. Mittlerweise kann auch jeder PDFs selbst erstellen (das werden wir uns noch gemeinsam ansehen). Und einen PDF-Betrachter gibt es für jedes Betriebssystem. Sogar für den Palm, direkt von Adobe (ansehen), denkt sich der User, wird aber übelst enttäuscht. Der Adobe Reader für Palm OS besteht aus einem sehr einfach gestrickten Textanzeige-Programm mit Zusatzfunktionen und einer Zusatzkomponente für Windows, die PDF-Dateien in das Anzeige-Programm für den Palm konvertiert. Mit dem Adobe Reader für Palm OS kann man keine echten PDF-Dateien lesen, nur vorkonvertierte. Hat man unterwegs seinen Desktop-Rechner dabei, wenn per E-Mail eine PDF reinflattert? Ich wage eine Hypothese aufzustellen: Die meisten - vermutlich - nicht. Vielleicht weil sie für unterwegs sich ja gerade den Palm gekauft haben?
Dieses Missverhältnis zwischem Mobilität mit dem Palm und fehlendem PDF-Viewer bestand wirklich sehr lange Zeit und entwickelte sich zunehmend zu einem KO-Kriterium. Palm warb mit offizieller PDF-Unterstützung bei seinen Geräten, was man aber mehr oder weniger als echte Kundenverarsche bezeichnen muss.
Wieso bekommt es niemand auf der Welt hin, einen PDF-Viewer zu schreiben? Weil die Formate innerhalb der PDF-Welt zu unterschiedlichen seien, heißt es aus einer Ecke, zu kompliziert , zu umfangreich, aus einer anderen. Bis sich der Office-Riese DataViz daran wagte und im September 2005 eine PDF-Unterstützung für sein Programm Documents To Go ankündigte (Nexave berichtete). Am 8. November kam Documents To Go 8 Premium heraus, mit einem Riesen-Presse-Rummel, und die PDF-Unterstützung war implementiert, Preis: 50 USD.
Was allerdings fast unterging: Eine Woche vorher schon, am 04. November, konnte Henk Jonas aus Berlin einen PDF-Betrachter vorweisen, und der war kostenlos. Nur wie so oft in der fairen Welt, ging das im Medienrummel unter.
Am 18. Januar ist PalmPDF in der Finalversion fertiggestellt worden, und nun konnte dss Programm auch die Medienresonanz erzeugen, die ihm gebührt, als kostenloser PDF-Betrachter. Für uns deutsche Palmuser bleibt der kleine Stolz: Henk war der erste, und ist für uns der größte! Warum? Weil PalmPDF besser ist als Documents To Go, finden wir zumindest.

Ein weiterer Konkurrent - verpennt!

In jüngster Zeit hat noch ein Programm namens Picselviewer auf sich aufmerksam gemacht. Hierbei handelt es sich um ein sehr leistungsfähiges Programm, das vor Jahren schon auf Sony Clié Geräten ausgeliefert wurde, aus unerklärlichen Gründen jedoch nie den Sprung auf die generelle Palmplattform mit Kompatibilität zu anderen Palms geschafft hat. Vor kurzem wurde dann endlich eine passende Version vorgestellt, allerdings funktioniert dss Marketing nicht so richtig... auch bei Besuch der Herstellerseite picselpowered.com sieht man nur eine Vorschaltseite, hinter dem Gewand existiert aber die echte Seite. Ob das gewollt ist?



Kostenlos downloaden und installieren

PalmPDF ist englisch und kann auf der Palmseite von Henk Jonas kostenlos heruntergeladen und eingesetzt werden. Erforderlich ist ein Handheld mit Palm OS 5.
Beim ersten Start entpackt PalmPDF ein paar Schriftarten auf die Speicherkarte und gibt Tipps zur Performance-Optimierung. Die die Dekomprimierung von PDF-Daten sehr viel Speicher benötigt und einen Palm wirklich ausreizt, kommt PalmPDF sogar mit einem eigenen Speichermanager-Mechanismus daher. PalmPDF wird umso schneller, je mehr Arbeitsspeicher das Gerät frei hat. Eine Vorraussetzung ist viel freier Speicher hingegen nicht, um PDFs anzuzeigen. PalmPDF läuft auch gut von Speicherkarte. Über einen Menüpunkt kann man Teile des Programms auf die Karte verschieben, aber PalmPDF kann dann immer noch Attachments annehmen (normalerweise können das nur Programme, die im Arbeitsspeicher abgelegt sind).

PalmPDF: Auslagern auf die Speicherkarte



In den Einstellungen lässt sich sogar festlegen, welche Aktion beim Empfangen ausgeführt werden soll. PalmPDF kann euch automatisch nach dem Empfangen ein PalmDOC vorsetzen, das es aus der PDF konvertiert hat.

PalmPDF basiert auf Xpdf und ist eine Portierung desselben auf Palmbasis. Xpdf als PDF-Viewer ist ursprünglich auf X-Window unter Unix und Linux lauffähig. Aufgrund seiner bescheidenen Größe wurde Xpdf auch schon für EPOC, Amiga, BeOS und RISC portiert. Mehr Infos gibt es unter foolabs.com/xpdf
Dass PalmPDF also überhaupt PDFs lesen kann, ist nicht der Verdienst von Henk Jonas, aber die lückenlose Implementierung ins Palm OS, wie wir sehen werden, schon.


Anzeige-Modi

Überzeugen kann sofort die Bedienung des Dateibrowsers. PalmPDF zeigt einen Dateibrowser zur komfortablen Navigation durch die Verzeichnisstruktur.

PalmPDF: Verzeichnisstruktur



Konkurrenz-Kandidat Documents To Go listet alle Dateitypen, die es lesen kann, querbeet in einer Liste auf, was bei über 20 Dateien der blanke Horror ist. Im Allgemeinen weiß der findige User, wo er seine Daten ablegt, insofern ist die Verzeichnisstruktur nicht nur realitätsnäher, sondern auch schneller. LifeDrive-Besitzer können auf der obersten Ebene zwischen eingebauter Festplatte und eingelegter Speicherkarte wechseln.

PalmDOC-Export

Hat man seine PDF-Datei der Wahl gefunden, kann man diese anzeigen, als PalmDOC exportieren, in einen Präsentationsmodus laden oder sogar Beamen/Senden. Die PalmDOC-Variante exportiert den Reintext der PDF, so dass man die Datei auch in einem Standard-Textviewer verwenden kann - und da die allermeisten Textverarbeitungsprogramme PalmDOC verstehen, kann man die Texte auf diesem Wege auch ändern. Man muss nicht das ganze Dokument verarbeiten, es lassen sich Seiten auswählen.

Der Präsentationsmodus

Beim Präsentationsmodus sendet PalmPDF einzelne Seiten per Bluetooth an andere Geräte, die Bildauflösung und Qualität lässt sich hierbei bestimmen. Manch einer fragt sich, was das soll. Die Sache ist schon sinnig: Zahlreiche Beamer können solche Standbilder empfangen und anzeigen. Mit seinem Palm kann man also mal eben eine PDF an die Wand werfen, eine ganz schicke Funktion! Da das Format einer normalen JPG-Datei entspricht, kann man auf diesem Wege auch einzelne Seiten einer PDF quasi "exportieren", indem man z.B. an seinen eigenen Rechner sendet (sofern Bluetooth-fähig).

PalmPDF: Präsentationsmodus





PDF-Dateien auf dem Bildschirm anzeigen

Was wir ja eigentlich wollen, ist ganz simpel die Anzeige der PDF auf unserem Bildschirm. Das geht mit PalmPDF hervorragend. Es fällt auf, dass die Seite nach und nach erscheint. Man kann oben schon lesen, während darunter noch das Bild weiter aufgebaut wird. Das macht Documents To Go nicht, dort wird die Seite komplett gerendert und erst dann angezeigt, bis dahin sieht man einen Fortschrittsbalken. Bei PalmPDF gibt es auch einen Fortschrittbalken, der unten rechts in der Symbolleiste sitzt und mit Status READY oder WAIT (mit Fortschrittsbalken) Auskunft über den Ladestand der Seite gibt.

PalmPDF: PDF anzeigen



Das Navigieren innerhalb einer Seite geht durch Tappen und Schieben des Seiteninhalts mit dem Stylus, so wie man es gewohnt ist. Die Geschwindigkeit ist hervorragend. Dank Font-Antialiasing werden Schriftarten schön geglättet gezeigt und sehen aus wie eine PDF auf dem heimischen Desktop. Ist eine Schriftart nicht in eine PDF-Datei eingebettet und keine der Standard-Schriften, die PalmPDF mitliefert, werden die Fonts automatisch ersetzt, so wie sich das für einen guten Viewer gehört.

 

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am 28.05. um 10:51

Neu im System: Martin hat das Newssystem auf das neue Nexave-Design umgestellt. Danke, Martin. Forendesign fast abgeschlossen.
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Neu im System: Kalle hat die Forensoftware auf die neueste Version upgedatet. Danke, Kalle!
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