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Der T625C im Vergleich zum m515
Als erstes fällt am neuen Clié das Design auf, das sofort einen Hightec-PDA vermuten lässt: mattes Aluminium-Gehäuse, sehr saubere Verarbeitung, gerundete Kanten. Erst bei zweimaligem Hinschauen entdeckt man die liebevoll eingearbeiteten Kleinigkeiten, die der m505/515 nicht hat: eine Öse für eine Trageschlaufe (die ist leider nicht dabei), Staubschutz vor dem Kartenslot und natürlich das Jog- Rädchen auf der rechten Seite, mit dem sich der PDA mit Hilfe geeigneter Zusatztools wie PowerJog tatsächlich einhändig und ohne Stift bedienen lässt: Scrollen, Programme im Launcher starten, zurückspringen - alles ist möglich. Im Programmstarter geht man zum Starten mit dem JogDial die Programme der Reihenfolge nach ab und drückt bei der zu startenden Applikation einfach auf den JogDial-Knopf. Doch damit noch nicht genug: Die Cliés haben eine erhöhte Auflösung von 320x320 Pixeln statt 160x160, wie sie z.B. der m515 mitbringt. Mit mehr Pixeln können mehr Informationen auf dem Bildschirm dargestellt werden, der Kalender zeigt mehr Termine auf einmal an, der Launcher mehr Programme. Das macht Eindruck und begeistert besonders Benutzer, die jahrelang mit der Standard-Auflösung gearbeitet haben. Für Brillenträger oder Menschen, die nicht die besten Augen haben, könnte die neue Auflösung allerdings etwas zu klein sein, da die Schriften auch relativ dünn dargestellt werden... natürlich lässt sich jederzeit zur Standard-Auflösung 160x160 zurückwechseln. Die erhöhte Auflösung übrigens muss auch von den verwendeten Programmen unterstützt werden.
Die Buttons sind beim m505/515 schöner angeordnet, besonders die Hoch/Runter- Tasten sind beim Clié eher ein Joystick. Der echte Sony-Freak wird daher schnell das JogDial zu schätzen lernen, das diese Tasten weitestgehend ersetzt. Der m505 hat auch ein ergonomisch gutes Design und liegt genauso gut in der Hand, hat aber an den Seiten scharfe Kanten, wenn man nicht die Lederklappe oder den Stylus eingesetzt hat.
Die Lederklappe wird beim Palm m515 wie auch beim m505 an der linken Seite eingehakt. Das hat die meisten Linkshänder gestört, denn beim Palm V konnte man die Klappe auch noch auf der anderen Seite anbringen - beim m505/515 geht das nicht mehr. Angeblich sei dies ein technisches Problem; es sei zu eng im Gehäuse, deshalb musste das zweite Silo dünner gemacht werden. Der Clié umgeht das Problem, indem die Lederklappe nach oben umschlägt und dabei auch gleich noch den Memorystick schützt. Außerdem hat diese Schutzklappe auch Abstandshalter eingebaut, die verhindern, dass man den Handheld durch die geschlossene Klappe anschaltet. Beim Palm sucht man solche Kleinigkeiten vergebens. Hier gibt es aber immerhin die Uhr, die man über das Graffiti-Feld einfach aufrufen kann - das klappt beim T625 nicht. Außerdem wirkt der Stylus des T625 billig, er ist zu leicht.
Der T625C verwendet den Sony-eigenen Memorystick als Speichermedium, während die Palm-Modelle auf den SD-Standard setzen. Schnelligkeitsunterschiede sind bei der täglichen Arbeit kaum festzustellen. Die Memorysticks sind etwas größer. Sie stehen ein ganz kleines Stück aus dem Slot heraus, das stört aber nicht weiter. Dafür bietet der Sony eine Aktivitäts-LED - noch ein kleines Extra, das man bei Palm vergeblich sucht. Auch einen vollgeladenen Akku erkennt man beim T625 anhand einer Status-LED, die Palm zwar im alten IIIc-Modell noch hatte, im m505 und auch im m515 nicht mehr - völlig unverständlich! (Tipp: BatLight für m5xx) Apropos Laden: Alle vorgestellten PDAs brauchen ein spezielles Ladekabel. Während man beim Sony-Vorserienmodell das Ladekabel der HotSync-Station auch noch direkt an den PDA anschließen konnte (wie beim Handera 330), muss man nun ein Extrakabel nachkaufen; beim Palm gilt dasselbe. Sony hat mit dem T625 wieder den HotSync-Port geändert (der im Gegensatz zu dem des m505/515 nicht ganz so freiliegt), man kann hoffen, dass der neue Standard auch wirklich ein Standard bleibt. Palm hat mit der Einführung des m505 im letzten Sommer den Universal Port etabliert (ob der nun schön ist mit seiner Hakentechnik, sei dahingestellt), den nun auch der m515 und m130 verwenden. So lässt sich Zubehör mit allen PDAs verwenden und bei PDA-Neukauf auch weiterbenutzen: Positiv!
Vergleicht man den T625 und die m50x-Serie in der Größe, so stellt man fest, dass der T625 etwas länger, aber dafür etwas schmaler ist. In der Praxis fällt das nicht weiter auf.
Sowohl m515 als auch T625 haben 16 MB RAM integriert. Palm zieht damit endlich nach, der m515 ist der erste Palm-PDA mit 16 MB RAM. Als technische Neuheit kann man das nun nicht mehr bezeichnen.
Display und Akkulaufzeit sind zwei wichtige PDA-Kriterien, weshalb wir hier einen näheren Blick riskieren wollen.
Display-Vergleich m505-T625-m515
Das folgende Foto zeigt den m505 (links), den T625 (Mitte) und den m515 im Helligkeitsvergleich bei mittlerer Helligkeit. (Hinweis: Auf dem m505 und dem Sony sind m5000-Schutzfolien angebracht, die aber das Bild unserer Ansicht nach nicht beeinträchtigen).

Uns fiel auf, dass in der mittleren (T625) bzw. niedrigen (m515) Beleuchtungsstufe der m515 heller als der T625 ist. In der höchsten sind beide etwa gleich hell, der m515 hat aber ein schönes, kontraststarkes Display mit kräftigen Farben. Hier ein Direkt-Vergleich auch zwischen m505 und m515:


Palm hat das Display also merklich verbessert, das verdient Lob. Der m505 und T625 wirken etwas blass und milchig daneben. Nur der T625 jedoch hat einen Schieberegler, beim m515 wäre dies auch wünschenswert - wenigstens noch eine Helligkeitsstufe zwischen Niedrig und Aus, denn die höchste Leuchtstufe findet unseres Erachtens nach in der Praxis selten oder nie zum Einsatz. Ein Helligkeitsvergleich innerhalb der m50x-Serie zeigt, dass der m515 bei niedrigster Beleuchtungsstufe schon heller ist als der m505 (mit eingeschalteter Beleuchtung).
Der m505 hat als einziger der 3 Spitzen-PDAs ein beleuchtetes Graffiti-Feld - das fehlt dem Sony leider noch (hier ist das Graffiti-Feld übrigens auch etwas kleiner als bei den Palm-Geräten)! Warum der m505-Nachfolger, der m515, dieses Feature nicht mehr hat, leuchtet uns nicht ein. Evtl. wollte man hier Strom sparen, aber eine optionale Regelung hätte implementiert werden sollen.
Die höhere Clié-Auflösung im Vergleich zur Standard 160x160:

Der T625 hat übrigens ein minimal kleineres Display als der Palm: etwa 5,0 cm im Gegensatz zu ca. 5,4 cm.
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