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Die Strategie, im Abstand von etwa einem Jahr ein Modell durch eineleicht überarbeitete Version zu ersetzten, ist bei Palm seit längerem gängige Geschäftspraktik: So erhielt der Palm III als IIIx 2 MB mehr Speicher, einen Erweiterungsslot und ein besseres Display, der Palm V als Vx sogar 6 MB mehr Speicher, 4 MHz mehr und ein neueres Betriebssystem. Als m515 erhielt der m505 ein besseres Display, doppelt soviel Speicher (16 statt 8 MB) und OS 4.1 statt 4.0.
Diese Facelifts sollen aufgrund der meist nur geringen Veränderungen in erster Linie Neukunden und weniger Käufer der ersten Generation ansprechen. Allerdings gibt es dennoch immer einige Besitzer des Ursprungsgerätes, die auch die Neuauflage kaufen.
Besonders ärgerlich ist, wenn man einen PDA noch kurz vor Erscheinen der überarbeiteten Version erstanden hat, denn der Preisunterschied fällt meist nur marginal aus. Der Preis auf dem Gebrauchtmark hingegen fällt umso schneller.
Der Tungsten T2 bietet einen auf 32 MB verdoppelten Speicher, ein helleres und brillanteres (Transflektiv-)Display und ein neueres OS Release (5.21 statt 5.0). Außerdem wurden einige zusätzliche Anwendungen ins ROM gebrannt. Äußerlich unterscheidet er sich vom Vorgänger nur durch eine hellere Gehäusefarbe. Zudem wurde die Verpackung geändert (man sieht den Palm nicht mehr von außen) und es wird eine Displayschutzfolie mitgeliefert, was positiv hervorzuheben ist.
Display
Das Display ist ein transflektiv, im Gegensatz zum reflexiven Display des Tungsten T(1). Durch die geänderte Technik ist es sehr viel heller und die Farben sind brillanter (siehe Foto). Leider lässt es sich im Sonnenlicht schlechter ablesen und die Beleuchtung ist nicht gänzlich abschaltbar.

Software
Im ROM des Handhelds sind einige Programme hinzugekommen: Phone Link (hilft beim Einrichten der Verbindung zum Handy), Dialer (zum Wählen von Telefonnummern auf dem Handy via Bluetooth) sowie das Palm SMS-Programm. Diese Programme müssen nicht mehr per Hand nachinstalliert werden, belegen keinen Speicher im RAM und überstehen einen Hardreset. Das E-Mail Programm VersaMail liegt in der aktuellen Version 2.5 vor (Unterschiede: vgl. nexave news), außerdem liegt wie bei Tungsten C und Zire 71 das Bundle Kinoma Producer/Player zum Konvertieren und Betrachten von Videos bei.
Das Gerät insgesamt
Wer über den Tungsten T (1) schon Bescheid weiß kann diesen Absatz getrost überspringen. Für alle anderen:
Der Tungsten T2 basiert auf Palm OS 5, dass auf einer Texas Instruments OMAP™ 1510 - ARM CPU mit 144 MHz läuft. Diese wird zusätzlich von einem mit 200 MHz getaktetem DSP-Prozessor unterstützt.
Er verfügt über 32 MB Speicher, von dem 29,5 MB zur Verfügung stehen – zur Erweiterung steht ein SD-Card Steckplatz zur Verfügung. Außerdem besitzt er den Palm Universal Connector sowie integriertes Bluetooth. Eine Infrarotschnittstelle ist obligatorisch. Das Display hat eine Auflösung von 320 x 320 Pixels bei 16 Bit Farbtiefe. Unter dem Display befindet sich eine feste Graffiti-Fläche, die durch einen Schiebemechanismus verborgen werden kann.
Die Maße betragen 10,2 x 7,5 x 1,5 cm – im auseinander gezogenen Zustand ist der PDA etwa 2 cm länger. Das Gewicht beträgt 157 Gramm, die Stromversorgung geschieht über einen eingebauten Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 900 mAh bei einer Spannung von 3.7 V.
Neben den vier Standard- Anwendungstasten gibt es statt der von älteren Palm OS Geräten bekannten „Hoch-Runter“-Taste eine D-Pad genannte Vier-Wege-Taste mit einem zusätzlichen Knopf in der Mitte. An der linken Gehäuseseite befindet sich zudem eine Taste, die die Diktierfunktion startet. Neben dem integrierten Lautsprecher gibt ein eingebautes Mikrofon und einen 3,5 mm Kopfhöreranschluss.
Außer Dockingstation, Ladegerät, Stift, Software und einer Displayschutzfolie befindet sich noch ein Schutzdeckel aus Plexiglas in der Verpackung.
Akkutest
| Tungsten T2 | Tungsten T | | Entladen bis zur ersten Warnung | 7:13 Stunden | nicht getestet | | Entladen bis zum Abschalten | 7:28 Stunden | 5:03 Stunden | | Aufladen (Abschalten bis Akku voll) | 1:07 Stunden | 1:26 Stunden |
(von Markus Schebsdat)
Fazit
Der Tungsten T2 ist ein gelungenes Update eines ohnehin schon sehr guten Gerätes. Das verbesserte Display, der vergrößerte Speicher und das fehlerbereinigte Betriebssystem bilden mit dem aktuellen Softwarebundle ein schlüssiges Gesamtpaktet. Das schon seit fast einem Jahr auf dem Markt befindliche Gerätekonzept weiß auch noch heute noch zu gefallen. Wer ein handliches, leistungsstarkes und qualitativ hochwertiges Gerät zu einem vernünftigen Preis sucht, sollte zugreifen. Ob man allerdings als Tungten T Besitzer zum T2 wechseln sollte, bleibt eine persönliche Entscheidung – wir sehen keine Notwendigkeit.

Pro und Contra
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- Displayschutzfolie mitgeliefert
- sehr gute Verarbeitung
- sehr gutes Display
- Bluetooth
- OS-Fehler des Tungsten T bereinigt
- aktuelle Softwareversionen
- viel Speicher
- wichtigste Programme im ROM
- Akkulaufzeit im Vergl. zum TT verbessert
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- Hintergrundbeleuchtung nicht abschaltbar
- Display des TT2 ist in der Sonne schlechter abzulesen als das des TT
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Vielen Dank an bluehand für die Bereitstellung eines Testgeräts! |