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QuickInfo
Preview TC
Hersteller: Palm, Inc.
http://www.palm.com/de
Preis: ca. 519 Euro
Bezugsquelle: z.B. Bluehand, oder direkt bei Palm
Review-Autor: Michael Osei-Ampadu
Review-Datum: Mi, 14.05.03

Leistung/Funktionalität
SternSternSternSternKein Stern
Bedienung/Interface
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Preis/Leistung
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Der Tungsten C ist der erste Palm OS PDA mit integriertem Wireless LAN-Modul. Ganze 400 MHz und 64 MB RAM sind die obere Spitze der HighEnd-PDAs, zu denen der Tungsten C ganz sicher zählt.

 

Review: Tungsten C

Wie schon im Review des Zire 71 zu lesen, war der Multimedia-PDA für die jüngere Spaßgeneration nicht das einzige Gerät, mit dem Palm Solutions am 23.04.2003 seine Produktpalette erweiterte. Das zweite neue Gerät der ehemaligen 3Com-Tochter ist vornehmlich für den Einsatz in Firmennetzwerken konzipiert. Es hat ein WirelessLAN Modul nach 802.11b-Standard sowie einen VPN-Client integriert. Auch die weitere Hardwareausstattung dürfte den gehobenen Ansprüchen von Geschäftskunden entsprechen: 400 MHz Intel Xscale Prozessor, 64 MB RAM (davon sind 51 MB nutzbar) sowie eine integrierte Minitastatur sprechen für sich. Zudem verfügt der Tungsten C über ein ähnlich brillantes 16Bit Farbdisplay mit 320 mal 320 Pixels wie der Zire 71.


In the Box

In der silbernen Packschachtel findet sich neben dem PDA selber die übliche Ausstattung: Dockingstation, Netzteil, Handbuch, zwei CDs. Auch der von der m500-Serie bekannte Lederdeckel zum Schutz des Display ist wieder mit von der Partie. Sehr erfreulich, wo ihn doch viele Anwender beim Tungsten T vermisst haben.

 
Hardware

Nach dem Auspacken wirkt das Gerät erschreckend klobig. Die Ausmaße von 12,2 x 7,8 x 1,7 cm bei 178 Gramm Gewicht erinnern an einen Palm der IIIer-Serie. Der Tungsten C ist damit kein typischer „Hosentaschenpalm“ wie der Tungsten T oder der m505, obgleich das Tragen in der Hosentasche einigermaßen gut möglich ist. Man sollte dann allerdings auf ein zusätzliches Etui verzichten und die mitgelieferte Lederklappe nutzen.

Tungsten C Großaufnahme



Das Gehäuse besteht leider nicht wie beim Tungsten T aus Metall sondern – vermutlich aus Gewichtsgründen – aus Kunststoff. Die Kratzempfindlichkeit wollte ich verständlicherweise nicht testen :)

Der Tunsten C verfügt über den bekannten Universal Connector, den obligatorischen SD-Kartensteckplatz, eine LED und einen Infrarotanschluss an der Oberseite sowie Vibrationsalarm. Auf der Rückseite befindet sich zudem ein kleiner Lautsprecher. In den Kopfhörer-/Mikrofonanschluss an der Oberseite passen nur 2.5mm Klinkenstecker – also keine handelsüblichen Walkman-Kopfhörer. Neben dem als Zubehör erhältlichen Mono-Headset passen auch die Stereo-Headsets einiger Nokia-Handy wie z.B. dem 8310, die relativ preisgünstig erhältlich sind. Da der Kopfhörerausgang selber aber nur Mono ist, hört man über ein Nokia-Headset auf beiden Ohren das Gleiche - für Musikwiedergabe scheint der Tungsten C nicht gedacht zu sein. Mit Pocket Tunes oder Aeroplayer ist die Wiedergabe dennoch möglich – mitgeliefert wird keine mp3-Software.
Sprachaufzeichnung ist ebenfalls nur mit einem Headset möglich, da ein Mikrofon nicht eingebaut wurde.
Der sehr angenehm in der Hand liegende Stylus aus Metall wird an der rechten Gehäuseseite befestig und verfügt zudem über eine „Resetspitze“. Diese ist auch nötig, denn leider wurde das große, mit der Stiftspitze zu betätigende Resetloch des Tungsten T nicht übernommen. Unverständlich! Die Lederklappe wird in einer Schiene auf der linken Gehäuseseite befestigt, welche sich vom Stylus-Silo unterscheidet. Ein Vertauschen von beidem ist deshalb - wie schon beim m505 - leider nicht möglich.

Der Einschaltknopf befindet sich ungewöhnlicherweise rechts unten neben der Tastatur. Die vier Anwendungstasten sind relativ klein, lassen sich aber dennoch gut bedienen. Auch der 5-Wege-Navigator fällt kleiner als beim Tungsten T aus, weshalb er für Menschen mit großen Fingern teilweise etwas schwierig zu bedienen ist.


Display

Das transflektive TFT-Display entspricht dem des Zire 71 und stellt eine Revolution dar. Verglichen mit dem letzten Qualitätssprung (Tungsten T) sind die Farben noch erheblich brillanter und die Ausleuchtung noch besser. Auch die Schärfe der 320 mal 320 Pixels kann voll überzeugen. Allerdings ist die Lesbarkeit (vor allem der Kontrast) bei direkter Sonneneinstrahlung schlechter als beim Tungsten T, es lässt sich aber dennoch auch in der Sonne ablesen. Die Beleuchtungsintensität lässt sich stufenlos regeln, aber leider nicht komplett abschalten. Zumeist reicht schon die minimale Beleuchtungsstufe völlig aus.


Tastatur

Die Tastatur bietet einen guten Druckpunkt, die Tasten haben die richtige Größe und sind auch mit großen Händen gut zu bedienen. Alles in allem ist das Keyboard gut gelungen und erlaubt nach kurzer Eingewöhnung recht flottes Schreiben – bei vielen Anwendern mit Sicherheit schneller als Graffiti! Da mit dem Graffitifeld auch die Silkscreen-Buttons Anwendungen, Menü, Suchen und Rechner verschwunden sind erreicht man diese jetzt über Tasten (-Kombinationen) der Tastatur. Es fehlt lediglich ein Ersatz für den Rechner-Button.
Auf der Tastatur findet man Tasten für das gesamte Alphabet sowie Punkt-, Backspace-, Space-, Return- und Tabulator-Taste. Zahlen und häufig verwendete Sonderzeichen erreicht man in Kombination mit einer Funktionstaste. Großbuchstaben schreibt man entweder durch längeres Gedrückthalten eines Buchstaben ober in Kombination mit der Shift-Taste. Umlaute gibt man ein, indem man einen Vokal in Kombination mit dem 5-Wege-Navigator drückt - auch das Gerät mit deutschem QWERTZ-Layout stellt keine separaten Tasten dafür zur Verfügung. Der Unterschied zum englischen QWERTY-Gerät beschränkt sich also auf das vertauschte Y und Z. Da die Tastenbelegung per Software individuell anpassbar ist, kann man getrost zum englischen Gerät greifen, dass oftmals etwas günstiger erhältlich ist.

Leider sind die Tasten nicht wie beim Sony TG50 beleuchtet. Tippen im Dunkeln ist deshalb nur schwer möglich.


Graffiti 2

Alternativ zur Tastatur kann man seine Daten über Graffiti 2, den Nachfolger des bekannten Eingabesystems, in den Palm bringen. Da die Schreibfläche fehlt, schreibt man einfach auf den Bildschirm, was problemlos funktioniert. Graffiti 2 basiert auf dem zuvor als Zusatzsoftware erhältlichen "Jot"-System von CIC. Der Umstieg auf Graffiti 2 fällt nicht allzu schwer, die Sonderzeichen lassen sich sogar einfacher eingeben.


Software

Der Tunsten C kommt mit einem reichhaltigen Software Paket. Neben den Standardanwendungen sind bereits im ROM-integriert:

  • TealLock 5.0
  • VersaMail
  • Documents To Go
  • Web Browser 2.0 (ohne Proxy)
  • Palm Photos
  • VPN-Client

Auf CD werden zudem mitgeliefert:
  • powerOne Rechner
  • World Mate 8.3.1
  • Sprachnotiz
  • PrintBoy
  • Kinoma Player & Producer (Video-Player)
  • Solitaire
  • Palm Reader
  • Netzwerk HotSync
  • Colligo
  • Meeting

Schade finde ich, dass bei dem Gerät keinen Wert auf Verbindungen zum Handy gelegt wird. Es wird weder Palms SMS-Programm noch „Phone-Link“ (bekannt vom Tungsten T) mitgeliefert, was beim Einrichten des mobilen Internetzugangs stark geholfen hätte.
 

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