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WiFi
Wireless LAN ist sicherlich das wichtigste Feature des neuen Palms und das Hauptkauf- oder Nichkauf-Argument, denn für viele Nutzer ist die Bluetooth-Verbindung zum Mobiltelefon wichtiger. Mit Bluetooth kann der T | C jedoch nicht dienen, auch Palms Bluetooth SD-Card funktioniert mangels Treiber nicht.
Über das WLAN-Modul gibt es genauso wenig zu meckern wie über die Software. Die Verbindung wird in wenigen Augenblicken über einen Assistenten eingerichtet. Auch für die Einrichtung einer HotSync- oder VPN-Verbindung gibt es ähnlich gute Assistenten. Der Verbindungsaufbau zum WLAN dauert maximal 5-Sekunden, auch die Übertragungsgeschwindigkeit ist rasend schnell. Wer schon einmal einen Pocket PC mit Wireless LAN benutzt hat wird von dem vergleichweise blitzschnellen Verbindungsauf- und Abbau fasziniert sein.
Die Wireless LAN Funktion ist als Standard-Netzwerkverbindung mit jedem Online-Programm nutzbar. Ein Webbrowser (der diesmal ohne Proxy auskommt) sowie das E-Mail Programm VersaMail in der Version 2.5 sind bereits im ROM integriert. Man ist also 2min nach dem Auspacken im Web!
Das schlicht "Web Browser" getaufte Programm ist, anders als der Name vermuten lässt, kein simples Update des beim Tungsten T mitgelieferten "Web Pro". Das im ROM des Tungsten C vorhandene Programm basiert auf "NetFront", dem von Sony NX70 und GD50 bekannten Programm der Firma Access.
Sowohl Geschwindigkeit als auch Darstellungsqualität sind auf einem sehr hohen Niveau. Es können auch Nicht-Palm-Dateien heruntergeladen werden - sofern ein passendes Programm auf dem Palm vorhanden ist. Um ZIP-Dateien herunterladen zu können muss z.B. HandZipper installiert sein, für Word-Dateien Documents To Go usw. - andernfalls kommt es zu einer Fehlermeldung.
Der einzige wirkliche Kritikpunkt am Web Browser ist ein Problem mit Links, die ein neues Fenster öffnen. Tippt man auf einen solchen Link, so kommt eine Fehlermeldung "Popup Fenster werden nicht unterstützt" und dem Link wird nicht gefolgt.
Verbesserungswürdig am WiFi-Modul ist lediglich die Reichweite. Ich habe keine genauen Messungen durchgeführt, da die Reichweite stark von der Umgebung abhängt. Fakt ist jedoch, dass ich an manchen Orten mit Notebook, Pocket PC oder Xircom Wireless-SnapOn noch Empfang hatte, wo der T | C schon kapitulierte.
Geschwindigkeit
... ist hoch. Sehr hoch! Der bisher schnellste PDA, den ich in der Hand hatte. Wer einen Tungsten T hat und glaubt, dass es nicht mehr schneller geht, den muss ich leider enttäuschen. Der Geschwindigkeitsvorteil äußert sich beispielsweise beim Laden von JPEG-Bildern, aber auch beim Navigieren in Standardanwendungen ist der Tungsten C subjektiv schneller. Im Benchmark „Speedy“ schafft das 400 MHz-XScale-Gerät unglaubliche 1111 % (Tungsten T : 273 % , Sony NX70: 612 %, Zire 71: 313 %). Allerdings ist die Praxisrelevanz der Speedy-Ergebnisse fraglich: Einem Sony Clié NX würde man nach einem Praxistest nicht die doppelte Geschwindigkeit des Zire 71 nachsagen.
Sonstiges
Wie auch beim Zire 71 gibt es dank Palm OS 5.2.1 die Möglichkeit der Oberflächenanpassung: z.B. Titelleiste, Hintergründe, Scrolleiste, Buttons können über verschiedene Schemata farblich verändert werden. Diese sind in etwa mit den Farbthemen von Windows Betriebssystemen vergleichbar und eher Spielerei als große Innovation. Leider lassen sich die Schemata nicht verändern oder anpassen - es bleibt auf die Shareware-Gemeinde zu hoffen.
Screenshots


Fazit
Der Tungsten C ist ein echtes High-End Gerät. Tolle Hardware, viele Features, viel Software, viel Leistung. Er ist sicherlich nicht nur für Geschäftskunden, sondern auch für ambitionierte Privatanwender interessant, denn im Heimbereich und neuerdings auch an öffentlichen Plätzen und in Hochschulen setzt sich Wireless LAN immer mehr durch. Die inneren Werte mit 400 MHz und 64 sind beachtlich – allerdings sollte bei der Kaufentscheidung die WLAN-Fähigkeit oder zumindest die integrierte Tastatur im Vordergrund stehen. Legt man hierauf keinen Wert, so ist es schwierig, über das hohe Gewicht, die Größe und das fehlende Bluetooth hinweg zu sehen.
Einen interessanten Testbericht in Tagebuchform hat übrigens auch die Palmusergroup Ruhr auf ihrer Homepage.
Pro und Contra
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- gute Verarbeitung
- sehr gutes Display
- schnelle Texeingabe dank Minitastatur
- Wireless LAN integriert
- Leder-Flipcover
- viel Speicher
- gute Softwareausstattung
- schnell
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- Größe und Gewicht
- nur Mono
- kein Standardkopfhörer anschließbar
- Voice-Recorder nur via Headset
- kein Bluetooth
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Vielen Dank an bluehand für die Bereitstellung eines Testgeräts! |