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Der Tungsten E kommt in einer Blisterpackung mit Sync- und Ladekabel daher. Eine Dockingstation fehlt, wie beim kleinen Zire. Der PDA wird hier über USB direkt mit dem PC verbunden und verwendet dabei einen Standard-USB-Stecker. Ein Zweitkabel kann man also im Computerfachhandel einfach nachkaufen. Auch das Netzteil mit Ladestecker sieht nach einem handelsüblichen Kandidaten aus. Das kann natürlich vorteilhaft sein.
Aufgrund des fehlenden Universalconnectors bleibt dem Tungsten E dessen große Zubehörwelt verschlossen.
Trotz abgespeckter Zubehörausstattung liegt ein Lederdeckel bei, der von der Konzeption an den des Palm V erinnert. Er wird links am Handheld eingerastet, rechts kann man ihn nicht anbringen.
Gerätedesign
Zwar ist der Tungsten E schätzungsweise nicht ganz so dünn/flach wie der Palm V, kann aber durchaus als Nachfolger bezeichnet werden. Das Gehäuse ist in metallischem Look gestaltet und absolut robust und ergonomisch (ohne scharfe Kanten) geformt. Es ist allerdings nicht so typisch "gebürstet" wie z.B. das des Tungsten T, so dass man schnell Fingerabdrücke sieht. Der Stylus ist eine Mischung aus dem des m500 und dem des Tungsten T. Ohne Teleskop-Mechanismus passt er in die rechte Gehäusekante und sitzt gut. An der Oberseite des Handhelds ist der SDIO-Kartenslot mit Infrarotport und Kopfhörerbuchse platziert, ebenso wie der Powerschalter. Wie beim originalen Tungsten T angeordnet findet man unter dem Bildschirm neben einem 5-Wege-Navigator die traditionellen 4 Hardwarebuttons. Alle Tasten und das Gehäuse bilden eine Ebene, so dass es etwas schwierig fällt, die Buttons zu "ertasten"!


Technische Daten
Unter der Haube findet man einen 126 MHz schnellen ARM-Prozessor (Tungsten T: 144 MHz, selber Typ) und 32 MB RAM (28,3 MB nutzbar). Das sind passend zum Gerätekonzept brauchbare Werte, mit denen man hervorragend arbeiten und spielen kann, und auch etwas Leistungsreserve bereithalten. Das Display des Tungsten E bietet 320x320 Pixel und zeigt Farben brillant und kontraststark. Die Beleuchtung lässt sich nicht deaktivieren.
Da er eine Kopfhörerbuchse und die nötige Hardwareausstattung mitbringt, kann der Tungsten E z.B. mit AeroPlayer oder dem mitgelieferten RealOne Player als MP3-Player verwendet werden. Allerdings sparte man an sonstiger Audiohardware: Der Tungsten E hat kein Mikrofon und kann nicht zur Sprachaufzeichnung verwendet werden. Ebenfalls dem Rotstift zum Opfer gefallen ist die Ladeleuchte: So gibt es keinen stillen Alarm (blinkende LED) und keinen Ladestatus. Aber andere Palm-PDAs melden ja auch nicht über diese LED, wenn sie vollgeladen sind.
Auch der Bluetooth-Standard ist nicht implementiert, so dass man für Internetverbindungen die Infrarotschnittstelle benutzen muss. Das ist aber nicht weiter dramatisch, denn es scheint, dass man mit diesem Gerät den praktischen Arbeiter ansprechen will, der ein flottes Arbeitstier ohne viel Schnickschnack benötigt.
Der Resettaster lässt sich nur über eine Büroklammer oder mit einem aus dem Stylus herausschraubbaren Resetpin betätigen.
Software
Installiert ist Palm OS 5.2.1. Die Softwareausstattung ist relativ reichhaltig: Die Standardanwendungen sind wie beim Tungsten T3 um einige sehr nützliche Kleinigkeiten erweitert worden. So gibt es die Möglichkeit, Termine nach Kategorien zu filtern und mit farbigen Markierungen zu versehen, es gibt einen Today-Screen, Adressen haben viele neue Standardfelder und noch mehr festlegbare und Aufgaben können mit Alarmen versehen werden. Toll ist auch die Tastensperre, die endlich im Palm OS integriert ist und das versehentliche Einschalten in der Tasche verhindert. Eine gute Übersicht der Änderungen findet man auf pdaforum.de.
Auf CD werden der Palm Desktop für Windows und Mac sowie einige Softwareartikel mitgeliefert, unter anderem eine Documents To Go Version, mit der Word- und Exceldateien direkt ohne vorige Konvertierung durch den HotSync bearbeitet werden können. Das umfangreiche E-Mail-Programm VersaMail und der Kinoma Player mit Producer sind ebenfalls mit von der Partie, ebenso wie die Datenbank-Applikation Mobile DB und PDA Money.
Fazit
Der Tungsten E ist ein unkomplizierter Arbeitshelfer. Er kommt mit allem was man braucht, bietet vollwertige Multimediafeatures und verzichtet auf alles, was der "Otto-Normalanwender" nicht zwingend benötigt. Nur auf eine Dockingstation und eine Ladeleuchte muss man verzichten können, und daran denken, dass man kein Zubehör für den Universal Connector verwenden kann. Der Preis ist niedrig und die Standardanwendungen sind toll erweitert worden!
Hinweis: Vom Tungsten E sind keine Probleme mit SD-Karten (wie beim Tungsten T3) bekannt.
Pro und Contra
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- günstig
- hochauflösend
- Palm OS 5.2.1 mit praktischen Erweiterungen
- separater Reise-Ladestecker überflüssig, Standard Mini-USB-Anschluss
- Softwareausstattung
- Schutzklappe
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- Keine Dockingstation
- Fehlender Universal Connector macht Nutzung zahlreichen Zubehörs unmöglich
- Buttons könnten sich vom Gehäuse etwas abheben
- keine Ladeleuchte
- keine Sprachaufzeichnung
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